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Donaueschingen Schnuppertag

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Jürgen Rothmund (links) und Dieter Rothweiler (Dritter von rechts) wollen Kindern und Jugendlichen den Spaß am Radfahren vermitteln. Mit dem Mountainbike und dem Rennrad soll wieder Nachwuchs für den Radsportclub gewonnen werden.Foto: Müller Foto: Schwarzwälder Bote

Die Donaueschinger Dieter Rothweiler und Jürgen Rothmund bieten dienstags ab 18 Uhr ein Schnuppertraining auf einem kleinen Rundkurs an. Treffpunkt ist im Donaueschinger Gewerbegebiet auf dem Parkplatz beim Tanzlokal Okay. Mitzubringen sind ein Rad und ein Helm. Interessenten ab acht Jahren, weiblich und männlich, können ohne Voranmeldung vorbeischauen. Es besteht keine Pflicht, in einer Rennmannschaft zu starten.

Donaueschingen. Als 1997 der Radsportclub (RSC) Donaueschingen unter Federführung von Bruno Wischnewski gegründet wurde, stand neben zahlreichen Angeboten auf dem Mountainbike sowie dem Tourenrad der Gedanke des Leistungssports im Mittelpunkt. Rasant ging es in den ersten Jahren bergauf. Viele Altersklassen waren besetzt und das eigene City-Rundrennen an Karlstraße, Hengstlerplatz und Brigachufer lockte jedes Jahr zahlreiche Besucher, aber auch Fahrer aus ganz Süddeutschland und dem benachbarten Ausland an. Inzwischen ist es ruhig um den RSC geworden. Eine eigene Rennmannschaft gibt es nicht mehr. Immerhin haben sich jetzt mit Dieter Rothweiler und Jürgen Rothmund zwei Enthusiasten gefunden, die mit einer gezielten Nachwuchsarbeit wieder ein Team für die Zukunft aufbauen wollen.

Bereits in den ersten Jahren nach der Vereinsgründung befand sich der RSC auf der Überholspur. Die Rennmannschaft sahnte bei verschiedenen Tages- und Cuprennen vordere Plätze und kleine Preise ab. Schnell klopften auch auswärtige Fahrer an die Tür der Donaueschinger, um bei den Rennen im Trikot des RSC starten zu dürfen. Rund ein Dutzend Fahrer umfasste das Team in den besten Zeiten. Zudem sprudelte der Quell an eigenen Talenten, die im Jugend- und Juniorenbereich an den Start gingen.

Für das eigene Cityrennen heimsten die Donaueschinger viel Lob ein. Sie hatten es geschafft, einen Rundkurs in der Stadtmitte zu platzieren, der einerseits attraktiv und andererseits herausfordernd war. Mehrere hundert Besucher säumten den Start- und Zielbereich auf der Karlstraße. Wurden in anderen Städten derartige Tagesrennen immer mehr in die Außenbezirke gedrängt, bot der RSC seinen Kurs in einer Toplage an.

Einen ersten Dämpfer gab es um die Jahrtausendwende, als viele gedopte Profis aufflogen. Auch wenn die Donaueschinger sich stets als saubere Sportler erwiesen, nahm die Zahl der Fahrer kontinuierlich ab. Immer weniger Eltern waren zudem bereit, ihre Sprößlinge im Radsport anzumelden. Die Nachwuchsarbeit beim RSC brach auch in den Folgejahren immer mehr ein. Immerhin hielt sich eine kleine Mannschaft bei den Amateuren, die auch im Ausland starteten. Aktuell tragen jedoch nur noch einzelne Fahrer das Trikot des RSC.

Rothweiler und Rothmund wollen jetzt die Wende einleiten. In Abstimmung mit der Vereinsführung bieten die beiden selbst aktiven Fahrer wieder Schnupperkurse an. "Aktuell sind es drei bis vier Kinder. Zehn bis zwölf wären eine ideale Größe für ein kleines Team, bei dem nicht jeder unbedingt sich dem Rennsport verschreiben muss", sagt Rothweiler, der auf dem Mountainbike im vergangenen Jahr einen großen Erfolg feierte. Der Aasener wurde Deutscher Meister im 24-Stunden-Rennen auf dem Mountainbike im Achter-Mix-Team.

Die beiden Donaueschinger haben sich Übungseinheiten und -strecken ausgedacht, die anspruchsvoll, aber auch einfach sein sollen. "Die Kinder sollen in erster Linie Spaß haben. Jeder kann mitmachen. Ein Einstiegsalter von acht bis zehn Jahren wäre genau richtig. Es gibt keine Pflicht, an Wettkämpfen teilnehmen zu müssen", betont Rothweiler, der verstärkt auch in den Schulen des Städtedreiecks für den Radsport werben will. Eine Arbeitsgemeinschaft (AG) wäre ein Ziel, wobei in den kalten Monaten sich ein Grundlagentraining in der Arena Geisingen anbietet. Diese AG soll noch in diesem Jahr ein Schwerpunktthema einer Vorstandssitzung sein.

Der Einstieg selbst ist unproblematisch. Mitzubringen sind nur ein Rad und ein Helm, ohne den es keine Übungseinheit gibt. Wer längerfristig dem Radsport treu bleiben will, hat die Chance, ein vereinseigenes Rad zu bekommen. Zunächst aber gilt es, die kleine Gruppe schrittweise zu vergrößern. Die neue Führungsmannschaft beim RSC steht komplett hinter der Idee. Auch wenn nicht jedes Kind oder Jugendlicher sich später dem Rennsport verschreiben will, so sollen doch einige Fahrer im Trikot des RSC bald wieder bei stark besetzten Amateurrennen an den Start gehen.

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