Küchenchef Manuel Ulrich (Bild) und sein Team haben nun zwei Sterne. Das Ösch Noir gibt es seit zwei Jahren, und es ist bereits ein Zwei-Sterne-Restaurant.Fotos: Ösch-Noir Foto: Schwarzwälder Bote

Gastronomie: Große Freude im Öschberghof / Küchenchef Manuel Ulrich überzeugt Gourmets – schon wieder

Es existiert erst seit zwei Jahren, das Restaurant Ösch Noir im Hotel Öschberghof. Aber eins steht längst fest: Küchenchef Manuel Ulrich will hoch hinaus. Jetzt hat er die Michelin-Inspektoren wieder derart überzeugt, dass es zum Stern aus dem ersten Jahr gleich noch einen zweiten gab.

Donaueschingen (jak). Grund zum Feiern gab es im Öschberghof zuletzt wenig. Hygienekonzepte liegen vor, auch Schnelltest-Möglichkeiten gibt es. Alles ist vorbereitet, es fehlt nur noch eine Öffnungsperspektive. Auch wenn es Lockerungen gibt, für Hotels fehlt ein konkretes Datum.

Doch nun gibt es einen Grund, doch die Sektkorken knallen zu lassen. Die Michelin-Inspektoren waren auch in den wenigen Monaten, die die Restaurants im vergangenen Jahr geöffnet hatten, unterwegs. "Und einer davon muss auch bei uns gewesen sein", sagt Öschberghof-Chef Alexander Aisenbrey.

Und was Küchenchef Manuel Ulrich und sein Team serviert haben, scheint geschmeckt zu haben. Denn es ist dem Ösch Noir nicht nur gelungen, den ersten Stern, den es im vergangenen Jahr erhalten hat, zu verteidigen. Das Ösch Noir steigt in seinem zweiten Jahr sogar in die Liga der Zwei-Sterne-Restaurants auf. Küchenchef Manuel Ulrich beweise eine klare Steigerung seiner Leistung mit seiner modern umgesetzten klassischen Küche, lobten die Inspektoren.

Im Öschberghof selbst hat man überhaupt nicht damit gerechnet, einen weiteren Stern zu bekommen. "Wir haben schon im ersten Jahr nicht mit dem ersten Stern gerechnet, und dass wir nun im zweiten Jahr gleich den zweiten Stern bekommen, hat uns komplett überrascht. Das ist auch noch nicht so oft vorgekommen", sagt Aisenbrey und fügt hinzu: "Das wird uns neuen Schub geben, um unsere Perle weiterentwickeln zu können."

Doch auch, wenn am Freitag gefeiert werden konnte – sonst spricht Aisenbrey von einer "deprimierenden Situation". Viele Gespräche führe er mit Verantwortlichen in Stuttgart und Berlin. "Und dann bekommt man ein Positionspapier und von uns ist noch nicht einmal die Rede darin." So als würde die Hotellerie keine Rolle spielen und als ob sie egal wären. "Was alle nicht sehen, sind unsere Mitarbeiter, die jetzt seit fünf Monaten zuhause sitzen und gerne wieder arbeiten würden."

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