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Donaueschingen Rauchverbot: Zigarette kann 5000 Euro kosten

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Das Rauchen auf Donau­eschinger Spielplätzen, wie hier beim Mehrgenerationenpark am Brigachufer, ist schon seit 2011 streng verboten. Foto: Simon

Donaueschingen - In Restaurants ist das Rauchen bereits seit 2007 verboten. Entgegen düsterer Prognosen, die den Wirten ein jähes Ende ihrer Geschäfte prophezeiten, hat sich dieser Zustand bereits in den Alltag eingeschlichen.

Es ist Gewohnheit, die Erinnerung, wie es früher einmal war, ist verblasst. Der finanzielle Einbruch blieb aus.

Aktuell steht wieder eine Debatte rund um die Glimmstängel an: Sollte das Rauchen auf öffentlichen Spielplätzen verboten werden? In Konstanz hat sich der Gemeinderat mit dieser Frage auseinandergesetzt und sich schlussendlich dafür entschieden. Kippenstummel im Spielsand – das möchte nun wirklich niemand. Auch wenn das Bild rauchender Eltern auf der Parkbank dennoch weiterhin zu vielen Spielplätzen gehört.

Trotz der gesundheitlichen Gefahren sind längst nicht alle Städte auch bei diesen Verboten mit dabei. Einen Zwang dafür, den gibt es nicht. "Das Landesnichtraucherschutzgesetz verbietet unter anderem das Rauchen in Schulgebäuden und auf dem Schulgelände zum Schutze der Kinder und Jugendlichen. Ein Rauchverbot auf öffentlichen und allgemein zugänglichen Kinderspielplätzen besteht jedoch nicht", erklärt Beatrix Grüninger, Pressesprecherin des Donaueschinger Rathauses.

Viele Gemeinden in der Bundesrepublik haben entsprechende Verbote allerdings auch schon umgesetzt. Der Städtetag unterstützt ein solches Rauchverbot, Heidelberg und Karlsruhe setzen es bereits um. Genauso wie Donaueschingen. Was den Punkt der Qualmverbote auf Spielplätzen betrifft, dürfte die Stadt an der Donauquelle zu den Vorreitern gehören: "Die Stadt Donaueschingen sah hier bereits 2011 Handlungsbedarf – insbesondere vor dem Hintergrund, dass herumliegende Zigarettenkippen gerade bei Kleinkindern erhebliche Gesundheitsgefahren auslösen können", erklärt Grüninger. Daher habe der Gemeinderat die Polizeiverordnung der Stadt im November 2011 entsprechend verändert: "Um diese Gefahrenquellen zu eliminieren wurde die Polizeiverordnung gegen umweltschädliches Verhalten, Belästigung der Allgemeinheit, zum Schutz der Grün- und Erholungsanlagen und über das Anbringen von Hausnummern um ein entsprechendes Rauchverbot auf Kinderspielplätzen ergänzt", heißt es aus dem Rathaus. Seither ist gemäß der städtischen Polizeiverordnung "das Rauchen auf öffentlichen und allgemein zugänglichen Kinderspielplätzen untersagt."

Wie Grüninger mitteilt, werde diese auch von den Bediensteten des Gemeindevollzugsdienstes der Stadt regelmäßig kontrolliert. "Verstöße hiergegen können entsprechend geahndet werden. Mit einem entsprechenden Hinweisschild an den Spielplätzen wird auf das Rauchverbot hingewiesen", erklärt die Pressesprecherin.

Wie teuer kann das werden?

Mit welchen Konsequenzen ist bei einem Verstoß zu rechnen? Laut Polizeiverordnung der Stadt Donaueschingen können Ordnungswidrigkeiten, eine solche ist das Rauchen auf einem Spielplatz, mit einer Geldbuße von mindestens fünf Euro und bis zu 5000 Euro geahndet werden.

Das sagt ein Facharzt: "Eine Zigarettenkippe führt nicht gleich zu Vergiftungssymptomen. Ich sehe da also keine große Gefahr", sagt Alexander Fülbert, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin. Stattdessen sollte laut Fülbert vielmehr über andere Themen im Bereich Kinder- und Jugendschutz nachgedacht werden – wie etwa einem Alkoholverbot an Fasnacht oder stärkere Kontrollen.

Das sagt ein Vergiftungs-Experte: "Gesund ist es sicher nicht, wenn ein Kind auf einer Kippe rumkaut oder sie verschluckt", sagt der Facharzt Uwe Stedtler. "Aber es gibt in der Regel keine dramatischen Folgen." Stedtler ist stellvertretender Leiter der Vergiftungsinformationszentrale Freiburg und hatte schon mehrfach besorgte Eltern am Telefon, deren Kinder Zigarettenreste im Mund hatten. "In den meisten Fällen passiert gar nichts", kann Stedtler diese in der Regel beruhigen. Hat das Kind allerdings – je nach Alter – mehr als eine halbe oder ganze Zigarette verschluckt oder mehr als leichte Bauchschmerzen, empfiehlt Stedtler die Überwachung in einer Kinderklinik. Deutlich gefährlicher seien etwa Zigarettenextrakte – also beispielsweise die Getränkeflasche, die zum Aschenbecher umfunktioniert wurde. Befürchtungen hatte Stedtler deshalb auch mit Blick auf die neuen Flüssigkeiten für E-Zigaretten, die im Gegensatz zu normalen Zigaretten auch noch süßlich riechen. Zumindest bislang kann Stedtler aber auch zu den sogenannten E-Liquids festhalten: "Nicht ganz so gefährlich, wie anfangs befürchtet."

In Notfällen: Die Vergiftungsinformationszentrale Freiburg ist unter der Notfalltelefonnummer (07 61) 192 40 zu erreichen. Es handelt sich um einen 24-Stunden Notfall- und Informations-Service für jeden, der Informationen im Zusammenhang mit Vergiftungen und Drogen sowie zu Medikamentenwirkungen benötigt. In dem Giftinformationszentrum arbeitet ein Team speziell ausgebildeter Mitarbeiter aus den Bereichen Medizin, Pharmazie und Chemie, das Fragen zu Vergiftungen und Drogennotfällen beantworten kann.

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Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

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