Flüchtlinge: Objekt wird aus Naturmaterialien gefertigt
Donaueschingen. Seit einigen Monaten besuchen 18 afghanische Jugendliche die Kunstschule. Regelmäßig einen Vormittag die Woche verbringen sie zwei Schulstunden im Mal- und Zeichenatelier, in der Druck- oder der Bauwerkstatt. Sie gehören zur VABO-I Klasse der Kaufmännischen und Hauswirtschaftlichen Schulen. VABO-I steht für: Vorbereitung Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse–Integration.
Begegnungs-Skulptur auf Max-Rieple-Platz
Letztere soll jetzt gefördert werden durch ein zweitägiges Projekt der Kunstschule: Am Wochenende 17. / 18. September entsteht auf dem Max-Rieple-Platz eine "Skulptur der Begegnung". Zwischen 10 und 18 Uhr am Samstag sowie 10 und 14 Uhr am Sonntag wird aus Baumstämmen, Zweigen, Ästen, Weidenruten und anderem Naturmaterial ein etwa acht Meter langes Boot gebaut, das die nächsten Monate den Max-Rieple-Platz schmücken soll.
Es bietet, so Kunstschulleiter Andreas Bordel-Vodde in seiner Mitteilung, dann Sitzplätze zum Ausruhen und für Kinder darüber hinaus die Möglichkeit, Pirat oder Weltumsegelung zu spielen. Mitmachen können Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus aller Herren Länder. Das muss auch nicht über den ganzen Zeitraum hinweg sein, auch ein zeitlich begrenztes Mitmachen ist möglich.
Die Teilnahme der Flüchtlinge am Kunstunterricht und das Projekt werden gefördert durch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport. Es stellte dem Landesverband der Kunstschulen Baden-Württemberg für die Arbeit mit Flüchtlingen entsprechende finanzielle Mittel zur Verfügung, so dass alle im Landesverband vertretenen Kunstschulen Projekte, Aktionen und Kurse zur Förderung der Integration von Flüchtlingen durchführen können.
Tag der offenen Tür in der Kunstschule
Parallel zu diesem Projekt findet am Samstag zwischen 15 und 18 Uhr in der Kunstschule ein Tag der offenen Tür statt. Kursleiter geben Einblick in ihre Angebote und stellen das neue Programm vor. Das eine oder andere kann im praktischen Tun ausprobiert werden, auch beim Bootsbau kann man mithelfen. Die Teilnahme ist kostenlos.