Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Donaueschingen Podiumsdiskussion bezieht alle mit ein

Von
An Thementischen werden einzelne Themen diskutiert, ehe anschließend Fragen formuliert werden. Foto: privat Foto: Schwarzwälder Bote

Die Umweltgruppe Südbaar (UGS) hatte die für den Gemeinderat kandidierenden Parteien zu einer Podiumsdiskussion über Umweltthemen eingeladen.

Donaueschingen. Dabei wurde ein neues Veranstaltungsformat gewählt: Die rund 50 Besucher und Podiumsteilnehmer diskutierten am Donnerstag zuerst an vier Thementischen zu vorgegebenen umweltbezogenen Themen: Energie, Naturschutz, Flächenverbrauch und Wald zusammen mit Gewässern. Ein fachkundiger Moderator steuerte an jedem Tisch die Diskussion, und aus den Gruppen heraus wurden Fragen an die Kandidaten formuliert.

Karin Nagel moderiert das Podium

In der zweiten Phase moderierte Karin Nagel von der evangelischen Erwachsenenbildung das Podium, auf dem Bertolt Wagner (FDP/FW), Tobias Mauz (GUB), Annie Bronner (Grüne), Marcus Greiner (CDU) und Peter Rögele (SPD) die Positionen ihrer Listen vertraten. Aus dem Publikum heraus wurden die vorbereiteten Fragen gestellt.

Sparsamer Umgang mit Bauflächen angemahnt

Beim Thema Flächenverbrauch sprachen sich alle Kandidaten für einen sparsameren Umgang mit Bauflächen aus. Im Konflikt mit dem Anliegen, möglichst viele Firmen anzusiedeln und Bauherren zu gewinnen, traten aber unterschiedliche Akzente hervor. Aus dem Publikum heraus wurde das Problem der Konkurrenz zwischen Gemeinden thematisiert, das letztlich zu einer Erpressbarkeit führen könne. Annie Bronner (Grüne) sprach sich dafür aus, von ansiedlungswilligen Firmen unter anderem mehrstöckige Bauweisen einzufordern. Auch Mobilitätskonzepte wünscht sie sich von den Firmen, um den Pendlerverkehr umweltschonender abzuwickeln. Peter Rögele (SPD) bedauerte, wie schwierig es sei, Baulücken zu schließen. Die Eigentümer wollten Bauplätze für ihre Nachkommen vorhalten, auch wenn diese nicht daran dächten, ins Dorf zurückzukommen. Beim Thema Naturschutz wurde gefragt, was die Gemeinderatskandidaten für Ideen hätten, um bei den Bürgern Kenntnisse und Verständnis für die Natur zu wecken. Bertolt Wagner (FDP/FW) setzt dabei auf die Vorbildfunktion: Wenn Eltern wollen, dass ihre Kinder sich umweltfreundlich fortbewegen, müssen sie selbst mit dem Fahrrad fahren. Auch engagierte Lehrer spielten da eine wichtige Rolle. Ronny Kreidemeier von der UGS wünschte sich naturnäheres "Straßenbegleitgrün". Insbesondere entlang der Dürrheimer Straße gebe es da großes Potenzial.

Bei der Energie ging es natürlich auch um die Windkraft auf der Länge. Ein Zuhörer stellte die Effizienz der Windkraft in Frage und riet zu Wasserkraft und anderen Energieformen. Dem trat Marcus Greiner (CDU) entgegen: Windkraft und Solarenergie seien die einzigen regenerativen Energieformen mit erheblichem Zuwachspotenzial. Ohne sie sei die Energiewende nicht zu schaffen. Damit sprach er auch den anderen Podiumsteilnehmern aus dem Herzen. Peter Rögele brachte es so auf den Punkt: die Energiewende könne nur mit einem Mix an Energieträgern und Sparmaßnahmen gelingen.

Zum Thema Wald kam aus dem Publikum die Frage, ob die Kandidaten einen höheren Nachhaltigkeitstandard als das bestehende PEFC-Siegel anstreben würden. Solche Standards wie "FSC", "Naturwald" oder das "Alt- und Totholzkonzept" fordern jeweils die Stilllegung von zwei bis fünf Prozent des Waldes, um auch Altholzbewohnenden Tieren Lebensraum zu bieten. Marcus Greiner wollte das nicht zusagen, ohne die exakten wirtschaftlichen Auswirkungen durch geringeren Holzverkauf und erhöhten Aufwand zu kennen. Tobias Mauz (GUB) dagegen sah sogar wirtschaftliche Chancen bei einem höheren Standard wie FSC. Solches Holz erziele spürbar höhere Preise. Auch nach Ende des Podiums diskutierten Kandidaten und Bürger in Kleingruppen noch lange weiter, und die UGS freute sich über die gelungene Veranstaltung.

Ihre Redaktion vor Ort Donaueschingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.