Wer kennt einen Fasnet-Spruch? Die Kinderball-Organisatoren staunen in der Folge nicht schlecht, wie traditionsbehaftet der "Neuzeit-Nachwuchs" ist. Fotos: Hahnel Foto: Schwarzwälder-Bote

Künftiger OB beim Kinderball entdeckt / Narrensprüche parat

Von Florian Hahnel

Donaueschingen. Wellen schlug die donaustädtische Fasnet gestern keine mehr, der närrische Wind ließ aber noch viele kleine Wogen tanzen. Kinderball der Narrenzunft "Frohsinn" – es gab sogar einen Stargast namens Erik Pauly!

Der Mozart-Saal der Donauhalle gehörte den beinahe durchweg aufgedrehten Kleinen, unter den Augen des federführenden Gretles Mechthild Höfler und Narrenvater Alois Käfer wuselte der Nachwuchs teils johlend umher.

Höfler gab dem Kinderball 2014 "freien Lauf", wer wollte, durfte sich das Mikrofon greifen und etwas zum Besten geben sowie sich eben Gehör verschaffen. Eingangs testete eine Hansel-Abordnung, ob die Kinder zuhause zumindest hin und wieder noch ein Fasnet-Sprüchle hören, der "Output" war erstaunlich: Den Kleinen kamen gleich mehrere Wortspiele über die Lippen, nicht nur der Narrenvater schmunzelte stolz.

Zum großen Stelldichein des Nachwuchses haben sich auch die "Schlosshexen" nochmals freigenommen; "wir machen das ja für die ›Kurzen‹", war im Zusammenhang zu hören.

Mit dem Donauhallen-Kinderball findet das Frohsinn-Rundumangebot für die jüngere Generation sein Ende, die Zunft hat in der Sache ja deutlich nachgelegt – keinem Bub oder Mädel braucht es über die närrischen Tage mehr langweilig werden.

Erik Pauly zeigt zum Fasnet-Finale Präsenz, schon beim großen "Sunntigs"-Umzug befand sich der Donaueschinger "99-Prozent-OB" (dessen Vereidigung steht noch aus) überraschend in der langen Zuschauerreihe und wurde schließlich von Schellenberg- und Stadthexen entdeckt sowie entführt.

Jung-Gretle Sarah Höfler führte Pauly gestern auf der Bühne des Kinderballs in den Hanselschritt ein. Nach der zweiten Runde war der baldige Rathaus-Chef im Bilde, zunächst freilich wollten seine Beine und Füße noch nicht ganz "folgen". Hanselschritt – eine Sache für sich: Nicht umsonst sieht es Michael Hügle als Brauchtumsbeauftragter der Frohsinn-Zunft immer wieder gern, wenn selbst altgediente Weißnarren zum Schritt-Training ins Probenlokal der "Stadtmühle" kommen.