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Donaueschingen Naturschutz bei der Nutzung des Riedsees im Blick

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Donaueschingen (jak). Der Ausdruck "Besucherlenkungskonzept" ist in sperriges Wort, das die Probleme am Riedsee lösen soll. Denn der Riedsee hat sich durch seine vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten zu einem Besuchermagneten entwickelt. Doch wo Licht ist, ist immer auch Schatten und so ist mit der Beliebtheit auch der Ärger angewachsen. Beschwerden über unerlaubte Müllentsorgung, wilde Partys, Lärm, Schwarzfischerei und Missachtung des Naturschutzes sind keine Seltenheit und sorgen für immer mehr Konfliktpotenzial.

Der Ortschaftsrat Pfohren, auf dessen Gemarkung nicht nur das beliebte Freizeitziel, sondern auch die damit verbundenen Probleme zu finden sind, hat sich mit der Thematik schon beschäftigt. Auch einen Ortstermin gab es bereits, bei dem beteiligte Stellen und Interessengruppen nicht nur über die Situation, sondern auch über Lösungsmöglichkeiten diskutiert haben. Das Ziel: Den Badebetrieb, die Bootsfahrten, den Schutz der Biotope, den Campingplatz, die Angler, Grillabende und öffentliche Veranstaltungen unter einen Hut zu bringen und sie so zu koordinieren, dass sie sich nicht gegenseitig in die Quere kommen. Nun könnte man einfach Schilder aufstellen. Doch ob das hilft ist fraglich. Denn die Regelungen müssen nicht nur rechtssicher, eindeutig und vandalismussicher sein, sondern auch von den Besuchern akzeptiert werden.

Die Lösung: Dass das Konzept auch in der Praxis funktioniert, soll es von Fachleuten, die über die entsprechende Erfahrung verfügen, erarbeitet werden. Schranken, natürliche Hindernisse und Erdbewegungen sollen für die Besucher erkenntlich machen, wo welche Nutzung möglich ist und wo eben nicht. Nur so kann der Ordnungsdienst laut Stadtverwaltung auch kontrollieren, ob die entsprechenden Vorschriften eingehalten werden.

Das Konzept soll allerdings auch nicht am grünen Tisch ausgearbeitet werden, sondern im Dialog mit Interessengruppen und Behörden. Kostenlos gibt es so etwas dann allerdings nicht. Erste Planungsbüros mit entsprechenden Erfahrungen wurden bereits angefragt. Nun rechnet die Stadtverwaltung mit Planungskosten in Höhe von 14 000 Euro. Doch Planungskosten alleine reichen nicht, denn das Konzept wird ja nicht für die Schublade gemacht, sondern soll auch umgesetzt werden. Und so wird im Donaueschinger Rathaus mit weiteren 16 000 Euro gerechnet, um die im Konzeptpapier aufgeführten Maßnahmen Realität werden zu lassen.

Der Technische Ausschuss wird das Ganze in seine Sitzung am kommenden Donnerstag, 22. September, um 19 Uhr in den Donauhallen diskutieren.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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