Bürgerversammlung in Allmendshofen

Von Georg Wild

 

Donaueschingen. Nach dem Motto "Ein guter Schluss ziert alles" hat Oberbürgermeister Thorsten Frei im Allmendshofer Rathaus die Reihe der Bürgerversammlungen 2011 beendet. Stadtrat Franz Wild erinnerte daran, dass das Rathaus der bis zum 1. August 1933 selbständigen Gemeinde Allmendshofen 1926 – also vor 85 Jahren – eingeweiht worden war.

OB Frei informierte zunächst über die positive Entwicklung der städtischen Finanzen und listete anschließend die Investitionen und Großprojekte innerhalb der Gesamtstadt auf. So sei mittlerweile an der Friedrich-Ebert-Straße in Allmendshofen mit der ehemaligen Kammgarnspinnerei Wirth die einzige große Industriebrache innerhalb der Stadt unter einem neuen Eigentümer mit der Ansiedlung von sechs Unternehmen einer neuen Nutzung zugeführt worden.

Nach der ohne Fremdmittel erfolgreichen Donauhallen-Sanierung bezeichnete der OB das Bauvorhaben Posthofareal als weitere städtebauliche Aufwertung. Die Neugestaltung des Sanierungsgebietes Südlicher Bahnhof einschließlich der Einweihung des Andreas Willmann-Platzes soll bis zu den Heimattagen im nächsten Jahr abgeschlossen werden. An der Bregstraße werde im Juli der neue Betriebshof für die Wasserwirtschaft eingeweiht, und im Allmendshofer Ortskern soll im Sinne der Ökologie und Energieeinsparung bald die Straßenbeleuchtung modernisiert werden.

In der anschließenden Diskussion wurde beklagt, dass trotz Tonnagebeschränkung schwere Lastwagen durch die Ried- und Bregstraße vor allem den Praktiker-Baumarkt als Zulieferer ansteuern würden. Gerade am Bahnübergang, der täglich mehr als 70 mal per Komplettschranke geschlossen werde, komme es zu massiven Belästigungen und Wartezeiten.

Noch nicht geklärt ist die Zukunft der für den Allgemeinverkehr gesperrten Bregbrücke. Sowohl die Sanierung wie auch ein kompletter Abriss und Neubau mit Ausweitung auf 16 Tonnen Tragfähigkeit würden mit 600 000 beziehungsweise 650 000 Euro gewaltige Summen verschlingen.

Als völlig unbefriedigend und letztlich unzumutbar – vor allem für Linksabbieger – wurde einmal mehr die Situation an der Kreuzung B 27/Zubringer Allmendshofen bezeichnet. Der geplante vierspurige Ausbau der B 27 gelte – so Frei – als wichtigstes Bauvorhaben im überörtlichen Straßenverkehr, doch müsse zunächst der Planfeststellungsbeschluss abgewartet werden.

In Allmendshofen selber soll durch eine Verkehrsschau geprüft werden, ob die stark frequentierte Zufahrt zum DJK-Sportgelände durch eine mögliche Einbahnstraßen-Regelung über den Brunnen- und Quellenweg entschärft und sicherer gemacht werden könne.