Ausdrucksstarke Bildwelten präsentiert Tobias Raphael Ackermann im Büro Graselli 1763 im Neckartal in Rottweil. Foto: Reim Foto: Schwarzwälder Bote

Ausstellung: Tobias Raphael Ackermann aus Donaueschingen zeigt Landschaftsimpressionen im Rottweiler Neckartal

Landschaftsimpressionen zeigt der Fotograf Tobias Raphael Ackermann im Büro des Innenraumplaners Andreas Häfner im Neckartal in Rottweil.

 

Donaueschingen/Rottweil. Kunst ist ein weites Feld, die fotografische ein nicht minderes. Sicherlich: Knipsen, am besten mit dem Smartphone, kann jeder. Die Resultate sind dann oft eher sehr durchwachsen. Tobias Raphael Ackermann, 1965 in Donaueschingen geboren, kennt das. Selbstverständlich macht auch er Fotos mit dem Smartphone, aber in seiner Profession als Mediengestalter und Medieninformatiker sind eher die Großformatkameras angesagt. Mit einer solchen sind nun auch die beeindruckenden Foto-Abzüge entstanden, die derzeit im idyllisch gelegenen Rottweiler Neckartal zu sehen sind. Dort, am äußersten Ende des Tals, betreibt der ebenfalls aus Donaueschingen stammende Innenraumplaner Andreas Häfner das Büro Graselli 1763 und dort sind momentan auch Ackermanns Landschaftsimpressionen zu sehen.

Das landschaftlich tief eingeschnittene Rottweiler Neckartal mit seinen markanten, teils unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden hat seinen ganz besonderen Reiz, die Fotografien des Donaueschinger "Lichtemotionisten Tobias R. Ackermann" natürlich auch. Sobald Sonnenlicht durch unterschiedlich dichten Nebel gefiltert wird, dann ziehen Lichtstrahlen eine Schneise durch die Dunkelheit und überfluten Flächen mit Hell-Dunkel-Tönen und Strukturen, mal hart mal fein. Das erkennt man oder deutet man als Betrachter.

Der Fachmann Ackermann klärt auf: "Diese entstehen durch die Kombination von tief stehender Sonne und unterschiedlich dichtem Nebel. Mit den aktuellen Kameras kann man auch gegen die Sonne fotografieren. Aber achte auf deine Augen, wenn du durch den Sucher schaust". Und dann gibt er noch weitere Tipps: "Sonnenstrahlen kommen richtig zur Geltung, wenn sie den Wald durchdringen. Das funktioniert sehr gut am Waldrand, einem Wald weg oder einer Waldlichtung."

Während der Eröffnung wurde Ackermanns "Mystischer Wald" von David Holleber musikalisch am Klavier interpretiert, bei der Finissage wird es der Donaueschinger Musiker Sebastian Schnitzer in seiner besonderen Art und Weise übernehmen. Die musikalische Begleitung ist sicherlich unterhaltend, es gilt aber vielmehr, bei der Ausstellung einzutauchen in die ausdrucksstarken Bildwelten Ackermanns und seinen mystischen Wegen zu folgen.

Dem Betrachter bietet er in Rottweil nun "Waldbühnen", "Farbenwälder". "Moosbäume" und "Herbstlichter" an. Ambitionierte Fotografen erkennen Bewegungsunschärfe in den Blättern, die bei hohen Blendenwerten, kurzen Brennweiten aufgrund der langen Belichtungszeit nicht zu vermeiden ist. Die Überstrahlung in den Baumkronen wurde in der Nachbearbeitung noch verstärkt um den Hell-Dunkel Kontrast zwischen Waldboden und Baumkronen zu verdeutlichen. Ackermanns Fotografien sind absolut sehenswert. Am besten macht man sich nach dem Ausstellungsbesuch selbst noch ein Bild vor Ort deren Entstehung: Sämtliche Aufnahmen entstanden im Wald bei Mistelbrunn.

Die Ausstellung "Mystischer Wald von Tobias Raphael Ackermann" ist in Andreas Häfners Büro Graselli 1753 in Rottweil im Neckartal 153 am Freitag, 27. September, und am Samstag 28. September. von 16 bis 19 Uhr zu sehen. Die Finissage mit Sebastian Schnitzer ist am Sonntag, 29. September, um 11 Uhr.