Am kommenden Dienstag entscheidet der Gemeinderat über die Offenlage der Vorhabens Sennhof. Foto: Filipp

Entwurf von Investor Jürgen Bruckner am Dienstag im Gemeinderat. 21 neue Wohneinheiten sollen entstehen.

Donaueschingen - Es ist wie ein Dreiklang von Natur, Kultur und Historie: der Blick von Donaueschingens Entrée über das Wiesengelände am Sennhof mit der Schlosskulisse und den barocken Zwiebeltürmen der Kirche St. Johann. Mitten im Grünen sollen nun 21 Wohneinheiten entstehen.

Auf dem Gelände von Erbprinz Christian zu Fürstenberg plant der Projektentwickler Jürgen Bruckner (Lehrerakademie) insgesamt 21 neue Wohneinheiten auf den Pferdekoppeln am östlichen Ortsrand der Kreisstadt.

Der neue Investor kann damit eine bereits vor acht Jahren vom Fürstenhaus ins Auge gefasste Initiative zur Bebauung zur Umsetzung führen. Baustart könnte nach einem positiven Beschluss bereits im kommenden Frühjahr sein

Am 22. Juli soll der Entwurf zum Bebauungsplan Sennhof nun im Gemeinderat die Hürde zur Offenlage nehmen. Der Kaufvertrag zwischen dem Fürstenhaus und dem Erschließungsträger wurde im März 2014 unterzeichnet (wir berichteten). Nach einem positiven Bescheid im Gemeinderat könnte schon ab Herbst 2014 die Erschließung des Gebiets in Angriff genommen werden.

Die Konzeption sieht 20 neue Bauplätze vor, die eine Gesamtfläche 1,2 ha Wohnbauland umfassen.

Das Fürstenhaus behält sich wegen einer landwirtschaftlichen Nutzung und den Stallungen (Marstall) das Wegerecht von den Stallungen ausgehend und zwischen den Häusern Sennhofstraße Nummern 8 und 10 (Zunftmuseum, Molkerei) hindurch zu den Pferdekoppeln im Osten uneingeschränkt vor. Die Breite als Mischverkehrsfläche soll fünf Meter betragen. Die Oberflächenbefestigung der Verkehrsfläche ist bituminös. Angebunden sollen die Grundstücke von der Sennhofstraße aus über diese Verbindung sowie über eine weitere Zufahrt am Haus Antonius der Amsel-Gruppe (Spital- und Schillerstraße).

Eine Abweichung von der ursprünglichen Planung aus dem Jahr 2006 ist die Verschiebung Erschließungsstraße um rund 30 Meter nach Osten, was eine zweizeilige neue Bebauung ermöglicht.

An der südlichen Grenze wird aus dem dort angrenzenden Parkplatz-Grundstück eine Fläche zur Arrondierung an den Entwickler verkauft, die Zahl der Parkplätze auf dem öffentlichen Parkplatz soll gleich bleiben. Jürgen Bruckner (Bruckner GmbH) plant neben Einfamilienhäusern auch Reihenhäuser und dreigeschossige Mehrfamilienhäuser.

Das Stadtbauamt hat die Vorgaben zu Gebäudehöhe, Dachform und Firstrichtung festgelegt, wonach die Gebäudehöhe bis zu 10,5 Meter betragen darf und Pultdächer (Attika) in der dritten Geschossebene erlaubt sind. Die einzelnen Parzellen umfassen Größen zwischen 500 und 600 Quadratmeter, im Einzelfall auch 700 Quadratmeter. Das Planungsgebiet ist ein Privatgrundstück, das mit seinen Grünflächen nicht als Freizeit- oder Erholungsnutzung wegfallen würde. Die versiegelte Fläche beträgt mit 6200 Quadratmetern rund die Hälfte des Areals, ein Restdefizit in der Umweltbilanz muss deshalb planerisch außerhalb umgesetzte werden. Die Molkerei sowie ein landwirtschaftlichen Schuppen wurden 1876 durch den Architekten Adolf Weinbrenner erbaut und sind heute ein Kulturdenkmal. Sie dürfen nicht beeinträchtigt werden. 

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Fläche gesamt: 12 990 Quadratmeter (1,30 Hektar). 

Verkehrsfläche: 989 Quadratmeter

 Bauland einschließlich Straßen: 12 001 Quadratmter (1,2 Hektar)

Einzelhaus 17

Doppelhaushälften 4

Gesamt 21