Das Radewegekonzept des Landkreises, an dem sich die Stadt finanziell beteiligen soll, fand nur wenig Anklang im Gemeinderat. Foto: Kiefer

Reinhard Müller stellt Wert des Konzepts in Frage. Geld für verbesserten Radweg Allmendshofen-Hüfingen.

Donaueschingen - Der Technische Ausschuss nahm den vom Schwarzwald-Baar Kreis in Auftrag gegebenen Radwegverkehrsplan ohne große Emotionen zur Kenntnis. Mehr Emotionen kamen da bei dem Aktionsplanlärm auf, vor allem bei Wolterdingens Ortsvorsteher Reinhard Müller.

Im gesamten Stadtgebiet priorisiert er 13 Radwege. Nur fünf von ihnen weisen ein Kosten-Nutzen Verhältnis auf, das eine Realisierung überhaupt erst interessant macht. Von Bedeutung ist der über 2,8 Kilometer lange Radweg der Allmendshofen entlang der Hochstraße und dem Sägewerk mit einer Wegenetzerweiterung in Richtung Hüfingen verbindet.

Bürgermeister Bernhard Kaiser sieht reelle Chancen der Nutzung eines derartigen Radweges, der für die Schüler und Mitarbeiter in den Gewerbegebieten die einzige Möglichkeit bietet, innerhalb des Städtedreiecks zu pendeln. Die Befestigung des Radweges von Hubertshofen nach Wolterdingen wird in Zusammenhang mit der Verlegung von Leerrohren gemacht.

Im Hinblick auf die Sicherheit hielt Roland Erndle (FDP) die geplante Markierung eines Radweges auf der Kreisstraße zwischen Sum-pfohren und Gutmadingen für mehr als fraglich. Ein richtiger Renner ist unter den Vorschlägen nicht dabei, bedauerte Stadtrat Christian Kaiser (Grüne), der selbst ein passionierter Radfahrer ist. Als Beispiel nannte er die Befestigung des Radwegs entlang der Brigach bis nach Brigachtal, welcher die Stadt nur wenig tangiert. Wir haben eine gut ausgebautes Radwegsystem bemerkte Stadtbaumeister Heinz Bunse, der vor 30 Jahren mit dem Ausbau des Netzes begann. Auch meldeten im Vorfeld Bürger und Ortschaftsräte kaum Bedarf nach einer Erweiterung des Radwegenetzes an. Der technische Ausschuss einigte sich darauf, dem Gemeinderat zu empfehlen, im Haushalt 2015 Mittel für den Bau der Radwege zwischen Allmendshofen und Hüfingen Sägewerk und Wolterdingen nach Hubertshofen vorzusehen.

Landkreis sträubt sich gegen Zone 30

Den Nutzen eines Lärmaktionsplans stellte Wolterdingens Ortsvorsteher Reinhard Müller in Frage. Seit Jahren kämpfen Bürger und Ortschaftsräte für eine Tempo 30-Zone auf den Landstraßen durch das Bregdorf, doch das Landratsamt sträubt sich dagegen. Nun fragt er sich was eine derartige Planung nutzt, wenn sie nicht einmal das Papier wert ist auf dem sie geschrieben steht. Stadtrat Roland Erndle fehlt in der Lärmaktionsplanung der Blick in die Zukunft. Kollege Franz Wild (GUB) erachtete ein überarbeitetes Verkehrskonzept mit ausreichend Fußgängerüberwegen als mindestens gleichwertig. Mit Wolterdingen müssen wir uns separat beschäftigen bemerkte Bunse.

Bürgermeister Kaiser erinnerte daran, dass für eine Stadt grundsätzlich die Möglichkeit zur Einführung von Tempo 30-Zonen auf allen Straßen besteht. Davor warnte Marcus Greiner (CDU), da »wir dann wieder am Anfang stehen«. Wolfgang Karrer (SPD) bemängelte, dass die Planung den passiven Lärmschutz nicht berücksichtigte.