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Donaueschingen Kita-Gebühren für Januar werden nicht ausgesetzt

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Blick in den städtischen Kindergarten Bräunlingens im November 2019: In Corona-Zeiten läuft die Kinderbetreuung seit Monaten anders als gewohnt. Sowohl für Erzieher, Kinder als auch Eltern stellt das eine Ausnahmesituation dar. (Archivfoto) Foto: Simon

Im Städtedreieck Donaueschingen, Hüfingen und Bräunlingen werden auch für den Januar Kita-Gebühren erhoben. Warum dem im Vergleich zu anderen Städten so ist und wie derzeit eine Kita-Öffnung diskutiert wird lesen Sie in unserem SB(+)Artikel.

Donaueschingen - In Donaueschingen, Bräunlingen und Hüfingen ist eine Maßnahme wie in Städten, die eine Coronabedingte Zwangsschließung aller Kitas vorgenommen haben, bislang noch nicht vorgesehen.

"Die Kindertageseinrichtungen und Grundschulen bleiben nach den Weihnachtsferien ab Montag, 11. Januar, geschlossen. Für den ab Montag vom Land Baden-Württemberg angeordneten Zeitraum der Schließung der Kindergärten und Schulen erfolgt eine Notbetreuung", erklärt Beatrix Grüninger, Sprecherin der Stadtverwaltung Donaueschingen. "Für die Notbetreuung in den Kitas werden die in der aktuellen Gebührensatzung für die jeweiligen Betreuungsformen festgesetzten Elternbeiträge für den vollen Monat erhoben", macht sie deutlich. Dies werde sich keinesfalls ändern, auch wenn die Kindergärten über den 18. Januar hinaus geschlossen bleiben.

Beratung über Öffnung

Wie Beatrix Grüninger berichtet, wird die Landesregierung am Donnerstag, 14. Januar, über eine eventuelle Öffnung der Kitas und Grundschulen ab dem darauffolgenden Montag beraten. Die Frage der Entscheidung über die Aussetzung der Kindergartengebühren für Januar könne deshalb zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantwortet werden. "Die weitere Entwicklung ist abzuwarten", so die Sprecherin.

Im Frühjahr 2020 wurden die Gebühren in Donaueschingen ausgesetzt, als die Kitas schon einmal geschlossen waren. Damals erfolgte laut Grüninger eine Erstattung der Elternbeiträge durch das Land. "Sobald das Land eine Entscheidung darüber getroffen hat, ob auch bei der erneuten Schließung der Kitas eine entsprechende Erstattung erfolgt, wird die Stadt Donaueschingen über die Aussetzung der Kindergartengebühren für den Monat Januar entscheiden", so die Rathaussprecherin.

Eine Notbetreuung sei indes in allen Kitas eingerichtet worden, in denen Bedarf bestehe. Eine Umfrage am vergangenen Montag habe ergeben, "dass aktuell knapp über 200 Kinder an der Notbetreuung in den Donaueschinger Kitas teilnehmen", informiert Grüninger. Dies entspreche rund 24 Prozent der gesamten zur Verfügung stehenden Kindergartenplätze. "Diese Zahl wird sich im Laufe der Woche noch erhöhen", ergänzt sie. Organisiert werde die Notbetreuung von den einzelnen Kitas selbst; die Familien setzten sich direkt mit den Einrichtungen in Verbindung.

Hohe Infektionszahlen

Ob die Stadtverwaltung Donaueschingen es denn für richtig befindet, dass Kitas geschlossen sind? "Die Lage ist ernst. Das Infektionsgeschehen ist in Baden-Württemberg nach wie vor besorgniserregend und die Belastungen im Gesundheitswesen sind immer noch hoch und steigen weiter an", teilt Grüninger dazu mit. Die Landesregierung stütze sich bei ihrem Vorgehen hinsichtlich der Corona-Pandemie auf die dringenden Empfehlungen der Wissenschaft. Darüber hinaus folge sie hinsichtlich des Aussetzens des Präsenzunterrichts in Schulen und des Betriebs von Kitas den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts. Zudem gehe laut des Karlsruher Instituts für Technologie von Schulschließungen ein signifikanter Effekt im Kampf gegen die Pandemie aus. Unter anderem deshalb schließt sich die Stadt Donaueschingen der Lagebeurteilung des Landes an und hält die aktuellen Schließungen für ein notwendiges Mittel, so Grüninger.

"Bei einem deutlichen Rückgang der Sieben-Tages-Inzidenz wird eine Öffnung der Kitas und der Grundschulen ab dem 18. Januar seitens der Stadt Donaueschingen und der Mehrzahl der Kindertageseinrichtungen vor Ort begrüßt", sagt sie. "Wenn sich das Infektionsgeschehen jedoch nicht deutlich verbessert, hält die Stadt eine Öffnung für nicht vertretbar", fügt die Sprecherin an.

"Die Kinderbetreuung hat sich seit Ausbruch der Corona-Pandemie deutlich verändert", so Beatrix Grüninger. Die Hygienebestimmungen seien zu beachten. Eine Durchmischung der einzelnen Gruppen, wie es vor Corona möglich war, sei heute nur teilweise möglich. Und die Einrichtungen müssen ihr zufolge häufig die Dienstpläne ändern.

"Das Betreten der Einrichtungen durch die Eltern ist eingeschränkt und der Kontakt zu den Eltern ist insgesamt sehr erschwert. Pädagogische Angebote wie beispielsweise die Sprachförderung können nicht wie in der Zeit vor Corona umgesetzt werden." Einen positiven Mutmacher möchte Grüninger aber auch noch kommunizieren: Alle Einrichtungen würden die schwierige Situation mit großem Engagement und hohem Einsatz meistern.

Bräunlingen: Hauptamtsleiter Jürgen Bertsche sieht derzeit keinerlei Veranlassung, die Kitagebühren für Januar auszusetzen. Aktuell gelte eine Notbetreuung und zumindest bislang sei davon auszugehen, dass ab kommender Woche Normalbetrieb herrscht. "Wenn es mit den Schließungen länger gehen sollte, stehen wie 2020 Gespräche zwischen den Kommunen und dem Land an", sagt er. Im vergangenen Jahr seien Gebühren teils nicht erhoben worden, doch da habe es auch eine Kompensation vom Land gegeben. Entscheidungen für oder gegen eine Aussetzung der Gebühren müsse dann der Gemeinderat treffen. Die Gebühren für Januar wurden ihm zufolge wie üblich abgebucht. Zurzeit sind im städtischen Kindergarten 56 Kinder in Notbetreuung, im katholischen Kindergarten 31 und im katholischen Kindergarten in Döggingen 16; in der städtischen Schulkindbetreuung sind es weitere 28 Kinder (18 in Bräunlingen und zehn in Döggingen). "Die Zahlen können sich noch nach oben entwickeln", so der Hauptamtsleiter. Hüfingen: Eine Notbetreuung ist in der Lucian-Reich-Schule sowie der Schellenbergerschule und in allen Kindergärten eingerichtet, teilt Hauptamtsleiter Horst Vetter mit. Ihm zufolge besuchen rund 600 Schüler die Lucian-Reich-Schule. Dort ist eine Notbetreuung bis zur siebten Klasse möglich. Stand Montagvormittag befinden sich 36 Kinder in Notbetreuung. Die Schellenberger-Grundschule wird von rund 70 Schülern besucht, von denen aktuell bis zu acht in Notbetreuung sind. In der Kita St. Georg in Behla sind von 95 Kindern 25 für die Notbetreuung angemeldet, in der Kita St. Verena in Hüfingen 45, in der Kita Luise-Scheppler 21; vier bis sechs kommen im Ortsteil Fürstenberg hinzu und fünf in Mundelfingen. Sollte ab Montag kein Vollbetrieb herrschen, rechnet Vetter damit, dass noch mehr Kinder hinzukommen. Die Gebühren für Januar seien abgebucht worden. Generell seien die Verwaltung und die Träger der Einrichtungen diesbezüglich im Austausch. "Sind die Kitas den ganzen Monat zu, wird man im Gemeinderat beraten."

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