Foto: Roger Müller

Jungnaren lassen sich Laune nicht verderben und marschieren tapfer weiter. Bunte Kostüme vertreiben schlechte Laune.

Donaueschingen - Pünktlich zum Umzug der Jungnarren am Donnerstag fegte ein Schneesturm durch die Stadt.

Wer jedoch nun glaubt, die Narren ließen sich so schnell unterkriegen, der sah sich getäuscht. Im Gegensatz zu den Umzugsbesuchern am Straßenrand, die sich eng an die Häuserreihen schmiegten, stiefelten die Umzugsteilnehmer tapfer die Strecke entlang. Auch wurden die farbenfrohen und liebevoll gestalteten Kostüme nicht unter dicken Winterjacken versteckt, sondern die Winterjacken unter den Kostümen.

Laufende Nasen und rote Wangen gab’s gratis, doch war der Umzug stimmungsgeladen und farbenprächtig wie jedes Jahr. Lediglich beim Stopp am Hanselbrunnenplatz, wo Frohsinn Zeremonienmeister Thomas Gantert die Narren kurz begrüßte und den närrische Lindwurm wieder auf die Strecke entließ. Denn langsam saugten sich Kostüme und Equipment sowie Instrumente voll mit Wasser, und man wollte die Narren nicht unnötig im Schneesturm stehen lassen.

Respekt zollen musste man auch den Hansel und Gretle vom Frohsinn, die sich ebenfalls zahlreich am Umzug beteiligten. Nicht zu vergessen die Musiken mit ihren teils empfindlichen Instrumenten, die den Lindwurm begleiteten. 32 Gruppen zu insgesamt rund 800 Teilnehmer waren es, die sich ihren Umzug trotz der wirklich widrigen Verhältnisse nicht nehmen ließen.

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