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Donaueschingen Keine Kurzarbeit bei IMS Gear

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Ein Mitarbeiter von IMS Gear in der Spritzguss-Abteilung im neuen Gebäude im Villinger Gewerbegebiet Salzgrube. Kurzarbeit ist hier kein Thema. Foto: Archivfoto: Niederberger

Donaueschingen - Der Automotive-Markt hat sich abgekühlt. Nach jahrelangem Umsatzwachstum wird jetzt meist auf der Stelle getreten.

Eine Tatsache, die bereits von den Unternehmen der Branche mehrfach kommuniziert wurde. Dieser Umstand scheint jedoch die Gerüchteküche immer weiter zum Brodeln zu bringen. IMS Gear setze bereits auf Kurzarbeit, ist da etwa zu hören.

"Diese Gerüchte treffen nicht zu. Kurzarbeit ist von IMS Gear weder beantragt, geschweige denn in die Tat umgesetzt worden. Wir planen derzeit auch nicht, Kurzarbeit einzuführen", erklärt IMS Gear-Vorstand Bernd Schilling. Woher diese Mutmaßungen stammen, kann er sich auch nicht erklären: "Was die Gerüchteküche in der Öffentlichkeit zum Brodeln bringt, können wir letztlich nicht beurteilen. Was uns allerdings sehr wichtig ist, auch um Gerüchten zumindest entgegenzuwirken: Wir informieren unsere Mitarbeiter möglichst frühzeitig und umfassend über die aktuellen Entwicklungen bei IMS Gear."

Über die Situation in der Branche hatte die Firma bereits ausdrücklich hingewiesen. Daran, so Schilling, habe sich im Wesentlichen nichts geändert. "Die Abkühlung im Automotive-Markt, die sich im Laufe des vergangenen Jahres mit rückläufigen Umsätzen bemerkbar gemacht hat, hält auch im laufenden Jahr an. Wir fahren nach wie vor auf Sicht", sagt er. Die Entwicklung im ersten Halbjahr zeige, dass das Unternehmen mit den nach unten korrigierten Umsatzerwartungen wohl einigermaßen richtig liege. "Wir rechnen für 2019 mit einem Umsatz, der sich auf, beziehungsweise geringfügig über dem Niveau des Vorjahres bewegen wird."

Angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen trete man nach wie vor auf die Kostenbremse. Das wirke sich natürlich aus. So sei es etwa im Personalbereich die Folge, dass IMS Gear die Leiharbeit zurückgefahren habe. Schichtmodelle werden variabel an geänderte Auftragsvolumina angepasst. Außerdem seien befristete Arbeitsverträge teilweise nicht verlängert und Arbeitszeitkonten abgeschmolzen worden.

IMS Gear musste bereits im vergangenen Jahr seine Erwartungen zurückfahren. Angepeilt war damals ein Umsatzwachstum von neun Prozent auf 562 Millionen Euro, erreicht wurde jedoch lediglich ein Anstieg von 3,5 Prozent auf 533 Millionen Euro. Vor allem zum Ende des vergangenen Jahres sei es deutlich schlechter gelaufen, als erhofft.

Was ist die Ursache?

Erst im August des vergangenen Jahres hat das Unternehmen im Gewerbegebiet Salzgrube in Villingen-Schwenningen ein neues Werk in Betrieb genommen. Schon damals war die Wachstumsdelle Thema. IMS Gear sehe darin allerdings keine strukturellen Probleme.

Die Stagnation habe vor allem mit der konjunkturellen Abkühlung im Automobilsektor in Europa und in Asien zu tun. Eine Folge daraus sei eben das Zurückfahren der Kapazitäten.

Man wolle trotz der Abkühlung jedoch weiter im Automotive-Bereich tätig sein: "Der weltweite Automobilmarkt steckt mitten in einem technologischen Umbruch, der die gesamte Branche vom Erstausrüster bis zum Lieferanten betrifft. Gleichzeitig wird der Markt, mit veränderten Produkten und Geschäftsmodellen, in mittel- bis langfristiger Sicht weiter wachsen", so Schilling. Man sei überzeugt, dass es weiter Perspektiven und Wachstumsmöglichkeiten in diesem Bereich gebe, besonders mit den Kompetenzen und den Produkten, über die IMS Gear verfüge.

Das Stammwerk des Unternehmens befindet sich in Eisenbach, wo 560 Menschen beschäftigt sind. In und um Donaueschingen hat IMS Gear inklusive der Konzernzentrale sieben Standorte mit 1450 Mitarbeitern. In Trossingen finden 170 Menschen ihr Auskommen, in VS-Villingen zurzeit 120, nach dem Umzug werden es 250 sein. In den USA arbeiten 600 Menschen für IMS Gear, in Mexiko 250 und in China 570.

Weil die Produkte des Unternehmens mit dem Antriebsstrang nichts zu schaffen haben, IMS Gear also keine Verbrennungsmotoren-Komponenten herstellt, blickt die Firma positiv in die Zukunft.

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