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Donaueschingen Kampf um Anerkennung

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Kevin Baumgart gefällt diese mittelalterliche Familiensaga aus Friesland.Fotos: Wursthorn Foto: Schwarzwälder Bote

Kevin Baumgart hat "Im Zeichen des Löwen" verschlungen. Das wird jedem so gehen, der die Schmöker von Ken Follett liebt, sagt der Mitarbeiter bei Morys Hofbuchhandlung. Der junge Jann Osinga möchte in einer Händlerfamilie in Friesland den Schiffsbau revolutioniere. Doch sein starrsinniger Vater hält nichts von der Idee. Wolf packt in den 920-Seiten-Roman als Spannungsmotor eine blutige Familienfehde neben Janns Kampf um Anerkennung und berichtet über Leben und Wirtschaften im 14. Jahrhundert.

Anne lässt sich vom Schicksal nicht unterkriegen. Das gefällt der Morys-Auszubildenden Laura Benz. Anne ist Feuerwehrfrau mit Leib und Seele. Bei einem Einsatz wird sie schwer verletzt und klärt die Ursache selbst auf. Das bringt die junge Frau in Lebensgefahr, aber auch zu einer neuen Liebe. Das Buch "Into the Fire" der amerikanischen Autorin J.R.Ward erzählt im Wechsel in spannenden und ruhigeren Passagen. Im Mittelpunkt steht eine beeindruckende Hauptfigur, die ihren Lebenstraum begraben muss.

Marjana Jürck ging der tragisch-komische Roman "Das Leben ist eins der Härtesten" von Giulia Becker ans Herz. Es gehe um vier Menschen, mit denen es das Leben nicht gut meint, die auf ihrer Tour von einer skurrilen Szene in die andere stolpern, erklärt die Mitarbeiterin der Stadtbibliothek. Das passiere oft lustig, aber immer lebensbejahend und mit optimistischem Grundton. Das Buch von Giulia Becker sei ein kurzweiliger Zugewinn – und zeige, dass, wenn Plan A versagt, die Pläne B bis Z auch zum Ziel führen können.

Nathalie Schwind liebt die Vorlesebücher über Frau Honig. Die Mitarbeiterin von Osiander stellt den inzwischen dritten Band vor. "Frau Honig und die Schule der Fantasie" verschlägt Autorin Sabine Bohlmanns Figur Elsa Honig, die gerne mal Familien durcheinander bringt, in eine Schule. Weil sie mit den Bienen reden kann und Kinder versteht, dreht sich ihr Unterricht um den richtigen Umgang mit und in der Natur. Nicht immer geradlinig korrekt, aber immer lustig und ohne erhobenen Zeigefinger.

Donaueschingen (wur/pm). Eine Möglichkeit, die Freizeit während der Pfingstferien zu füllen, ist das Lesen guter Bücher. Um hierfür Anregungen zu liefern, hat diese Zeitung Schmökertipps aus Buchhandlungen und Bibliotheken zusammengetragen. Die ausgewählten Menschen legen Ihnen ihre persönlichen Favoriten ans Herz.

Das reicht von Krimis aus der NS-Zeit über Fantasy-Romane bis hin zu einer mittelalterlichen Familiensaga. Auch die Geschichte einer Feuerwehrfrau ist dabei, ebenso wie tragi-komisches und eine Aufforderung, das Smartphone beiseite zu legen.

Aber lesen Sie selbst und greifen Sie mal wieder zu einem Buch.

Ein bisschen weniger Smartphone tut gut, meint Stefanie Dengler. Die Mitarbeiterin der Stadtbibliothek hat sich daher mit Thomas Feibels Ratgeber "Jetzt pack doch mal das Handy weg" befasst. Das Buch sei eher etwas für die Eltern von Smartphone-getriebenen Jugenlichen. Aber man ertappe sich oft selbst dabei, schmunzelt Dengler. Ob Wege suchen, E-Mails checken, eine Kurznachricht: das Sachbuch gibt nützliche Tipps, wie man zumindest nicht mehr so oft den gefährlichen und vermeintlichen Alleskönner in der Hand hält.

Simone Zimmermann möchte jüngere Frauen begeistern. Die Filialleiterin der Buchhandlung Osiander empfiehlt den fantastischen Liebesroman "Das Flüstern der Magie" von Laura Kneidl. Die 19-jährige Fallon arbeitet in einem Archiv. Das ist nur eine Tarnung. Denn eigentlich hat Fallon die Gabe, magische Gegenstände zu hören, die sie im Keller sammelt, damit sie kein Unheil anrichten. Doch da kommt ihr ihr magie-resistenter Freund Reed in die Quere: Er erwirbt ein unheimliches Tarotspiel und gerät in Gefahr.

Larissa Bittmann findet "Das Labyrinth des Fauns" klasse. Das Buch von Bestsellerautorin Cornelia Funke spreche jugendliche Fantasylieberhaber an, meint die Morys-Mitarbeiterin. Als Ofelias Mutter einen neuen Mann findet, bekommt das verträumte Mädchen den Zugang zu einer fantastischen Welt. Um in diesem Märchenreich zur dort vermissten unsterblichen Prinzessin zu werden, stellt sie ein Faun vor gefährliche Aufgaben: nicht nur den Kinderfresser muss sie besiegen, sondern auch eine riesige Kröte.

Klaus Beurer empfiehlt einen Kriminalroman mit geschichtlichem Hintergrund. Der Seniorchef von Morys Hofbuchhandlung hat "Unter Wölfen" von Alexa Beer gelesen: Ein jüdischer Widerstandskämpfer soll in der NS-Zeit ins Gestapo-Hauptquartier eingeschleust werden. Auch wenn die Konstellation eher unwahrscheinlich ist: Den Plot leitet die Autorin mit einem furiosen Schreibstil durch spannende insgesamt 367 Seiten. Viele belegte Figuren tauchen auf, gute Unterhaltung für historisch interessierte Krimileser.

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