Großer Arbeitgeber stellt seine Pläne umfassend vor und will Anliegern Sorgen nehmen.
Eisenbach/Donaueschingen - Gut drei Millionen Euro nimmt die IMS Gear in Eisenbach für den geplanten Teilabbruch und Neubau in die Hand. Im Vorfeld wurde nun für die Bevölkerung eine Informationsveranstaltung veranstaltet.
Geschäftsführer Clemens Rosenstiel begrüßte alle Anwesenden, bevor Geschäftsführer Norbert Willmann auf die aktuelle Situation der Firma IMS Gear einging. Die Firma ist stark in der Automobilzulieferung weltweit tätig und entgegen allgemeiner Geschäftslage ständig im Wachstum. Das Erstwerk Eisenbach ist die Keimzelle.
Durch Neuentwicklungen insbesondere im Bereich elektromechanischer Einheiten im Auto wächst man stetig. Am Standort Donaueschingen beginnt jetzt die Produktion der elektromechanischen Handbremse. Es werden rund 25 Prozent Wachstum alleine dieses Jahr erwartet. Und Wachstum heißt bekanntlich Arbeitsplätze und Steuereinnahmen für die Umgebung. Zurzeit sind es 486 Mitarbeiter in Eisenbach, davon alleine 92 Eisenbacher. In der Ausbildung in Eisenbach sind 39 Kräfte, geplant ist eine Steigerung auf 50 Lehrlinge.
Der Blick geht nach vorne, man zeigt sich optimistisch für die Zukunft und plant in Eisenbach Großes. Architekt Peter Stollbert aus Schramberg präsentierte gestern Abend die geplante Maßnahme.
Gesamthöhe von 17 Metern
Der älteste Teilbereich, der quer zur Straße steht, wird abgerissen sowie ein Teil des angrenzenden Gebäudes. Die derzeitige Straßenverengung wird dadurch entschärft und um 6,50 Meter erweitert. Insgesamt soll das neue Gebäude dreigeschossig werden und eine Gesamthöhe von 17 Metern haben. Jedes Geschoss erhält Sanitäre Anlagen. Das Erdgeschoss ist zurückgesetzt, in massiver Sockelbauweise, die oberen Stockwerke erhalten eine Glasfassade. Die komplette Entlüftung soll hinten am Gebäude installiert werden, damit weder Lärm-, noch Geruchsbelästigung für das Umfeld befürchtet werden müssen. Aufwendig gestaltet sich der Schallschutz, wobei Grenzwerte sogar unterschritten werden sollen, sowie der Schattenwurf und die voraussichtliche Blendeinstrahlung. Es gibt nur wenige Fenster, die nur im Brandfall geöffnet werden und nachts verdunkelt werden können.
Der Terminplan sieht den Abbruch für März 2012 vor. Mitte April soll bereits mit dem Neubau begonnen werden, mit der Fertigstellung des Außengebäudes rechnet man im Dezember. Somit müsste für die Baumaßnahme die Straße für neun Monate halbseitig mit Ampelregelung gesperrt werden.
In der Pause diskutierten die Besucher in kleinen Grüppchen über das Projekt. Besorgte Nachbarn äußerten ihre Ängste wegen der Reflexionen, des verstärkten Schattenwurfes und befürchteter Lärmbelästigung. Franz Lögler vom Baudezernat des Landratsamtes erklärte jedoch, dass Baurechtlich alles im Rahmen sei und versuchte geduldig, die Ängste der Anwesenden zu zerstreuen. Der Baukörper füge sich gut ein in das Umfeld. Juristisch ist alles im grünen Bereich.
Bürgermeister Alexander Kuckes dankte IMS Gear für den Infotermin und teilte mit, dass der Ausbau der Landstraße 172 genehmigt sei, aber dem Land noch das erforderliche Geld fehle.
Theoretisch wäre im kommenden Jahr 2012 der Baubeginn zumindest eines Teilabschnittes vorgesehen – und dank der sehr guten Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer Rosenstiel von ISM Gear konnte die geplante Verengung im Bereich der Firma verhindert werden, so das auch auf Jahre der Verkehr gut fließen werde.