Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Donaueschingen/Hüfingen Brücke über Donau auf B 27 entsteht

Von
Foto: Wursthorn

Donaueschingen/Hüfingen - Vier Kilometer Länge, 30 Millionen Kosten, knapp ein Dutzend Einzelmaßnahmen und rund fünf Jahre Bauzeit. So stellt sich die derzeit größte Straßenbaumaßnahme auf der Baar dar: der Ausbau der Bundesstraße 27.

"Vierspurig und zweibahnig" nennt Hartmut Trenz das Ausbauziel. Er ist als Projektleiter für die Mammutmaßnahme zuständig. Seinen Dienstsitz hat er an der Max-Egon-Straße. Hier sitzt das Referat der Straßenbaubehörde des Regierungspräsidiums Freiburg, das für die Landkreise Schwarzwald-Baar, Tuttlin gen und Rottweil zuständig ist.

Die Planung: Dem Millionenvorhaben nähert man sich am besten zunächst mit einer verkleinerten Darstellung. Trenz präsentiert zwei Pläne. Ein auf GPS-Daten gestützter Lageplan im Maßstab 1:2500 – jeder Zentimeter bildet 25 Meter Landschaft ab – zeigt, wie viele Teilprojekte entlang der Strecke anstehen, deren Gleichzeitigkeit unterstreicht der Verlaufsplan. Blickt man auf die in Gelb gezeichneten Bauzeitfenster, gibt es zwei Auffälligkeiten: 2019 werden 10,5 Millionen Euro verbaut, "das ist der Löwenanteil", kündigt Trenz an. Der längste Ablaufbalken ist der Brücke über die Donau zugeordnet.

Die Donaubrücke: Sie wird von Oktober 2018 bis Oktober 2020 errichtet. Das 100 Meter lange Brückenbauwerk wird mit 5,7 Millionen Euro 1,2 Millionen Euro teurer als kalkuliert. Die Baubranche sei voll ausgelastet, auf dem Markt hätten die Preise angezogen, sagt Trenz. "Und im Brückenbau sind die Gewerke generell teurer". Die Brücken, acht an der Zahl, bilden die Hälfte der Gesamtkosten ab. Der Ausbau erfolgt ohne Sperrung. Die Bestandsfahrbahnen werden verschmälert, um auf der Westseite den Lieferverkehr zu sichern.

Die Bahnbrücke: "Abgearbeitet" sind die Gashochdruckleitung, deren Verlegung im Frühjahr 2016 den Start markierte, der Knoten Allmendshofen, der auf Veranlassung des Verkehrsministeriums 2017 gebaut wurde, und jüngst eine Brücke über die B 31, die für die Landwirtschaft wichtig ist. Die Widerlager für eine Unterführung in Richtung Biogasanlage Hüfingen werden gegenwärtig gegossen. 8000 Tonnen Stahlbeton auf beiden Seiten. Die Bahnbrücke, die auf 40 Metern zwei Gleise überspannt, ist ausgeschrieben. Mit 2,5 Millionen Euro steht sie im Plan. "Sie dürfte ebenfalls teurer werden", meint Trenz. Seit diesem Monat werden bereits neue Masten für die Oberleitungen gesetzt.

Der Straßenbau: Am 7. Januar beginnt der eigentliche Straßenbau mit dem Abschnitt Süd. Dieser endet etwa 400 Meter nördlich des Allmendshofer Knotens. "Bei dieser Maßnahme werden auch die provisorischen Anschlüsse an den Knoten fertiggestellt", so Trenz. Auch die 580 Meter lange und knapp zehn Meter hohe Lärmschutzwand auf Höhe des Hüfinger Wohngebietes "Auf Hohen" wird 2019 errichtet. Wenn dann ab Juli 2020 der nördliche Bereich dran ist, müssen die restlichen Brücken mitten in der Umsetzung stehen. Der Ingenieur freut sich auf das nächste Jahr: Die ganze Fläche wird zur Baustelle. Mit dem Straßenbau rückt die Maßnahme so richtig ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Für Trenz stellt sie eine Besonderheit dar. Nachdem er in Dunningen und Neuhausen ob Eck Umfahrungen umgesetzt hat, baut er jetzt erstmals unter Verkehr.

Die Erdbewegungen: Wo die Fahrbahn um zehn Meter in Richtung Westen verbreitert wird, verändert sich das Landschaftsbild und ungeahnte Mengen an Erdreich werden bewegt. So werden schon 2019 Bäume und Büsche an der Böschung abgeholzt. Eine adäquate, der Bepflanzung auf der anderen Straßenseite entsprechende Ausgleichsmaßnahme wird im Frühjahr 2021 umgesetzt. Um bei der Verbreiterung der Strecke das Niveau anzugleichen, werden 35 000 Kubikmeter Erdreich im Bereich Süd und 70.000 Kubikmeter Erdreich im Norden benötigt. Das sind rund 10 000 Vierachser­Ladungen und erfordert eine ausgeklügelte Baustellenlogistik. Ein Teil der Massen werden über die Bundesstraße angedient, andere Transporte erfolgen von Westen her. Beim Ausbau Süd wird die beauftragte Firma eine eigene Baustraße einrichten. Nach der Verbreiterung der B 27 werden auf den Feldern die Hauptwirtschaftwege auf 3,50 Meter verbreitert.

Der Altbestand: Wer nun hofft, Ende 2021 geht es zügig und vierspurig zwischen Donaueschingen-Mitte und dem Wasserturm voran, wird vertröstet: 2022 beginnt die Sanierung der alten Fahrbahn, der Verkehr wird über die neue Trasse geführt. Der Altbestand der 1977 erstellten Bundesstraße 27 wurde inzwischen mehrfach saniert und ist jetzt einfach erneut dran. Trenz bittet um Geduld. Aber immerhin: "Wir sind exakt im Zeitplan."

Fotostrecke
Artikel bewerten
4
loading
 
 

Ihre Redaktion vor Ort Donaueschingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. null

loading