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Donaueschingen Hindenburgring wird ab 2021 beschleunigt

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Eigentlich sollte der Hindenburgring längst Baustelle sein: Nun ist die Beschleunigung für die Jahre 2021 und 2022 vorgesehen. Foto: Simon

Donaueschingen - Oft wird das Donaueschinger Verkehrskonzept einzig auf die Einbahnstraße an der Stadtkirche reduziert, die bereits nach etwas mehr als einem Jahr schon wieder Geschichte war. Doch es waren weitere Maßnahmen geplant. Hinter vorgehaltener Hand wird schon darüber spekuliert, ob das ganze Konzept nun in der Schublade verschwinden soll, weil damit kein Blumentopf oder vielmehr keine Sympathien der Wähler zu gewinnen sind.

Beispielsweise das Parkdeck hinter dem Rathaus. Das wird definitiv in den kommenden Jahren nicht gebaut. Dafür soll das Thema Parkleitsystem wieder oder immer noch in Angriff genommen werden. "Die grundsätzliche Frage der Beschilderung haben wir auf der Agenda", sagte Oberbürgermeister Erik Pauly in diesem Zusammenhang.

Ob es allerdings dann auch gleich eine Variante mit elektronischer Parkplatzüberwachung wird, die den Autofahrern anzeigt, wo wie viele freie Plätze noch vorhanden sind, ist fraglich. Laut Stadtoberhaupt ist das nicht ganz so leicht umzusetzen und mit erheblichem Aufwand verbunden.

2021 und 2022 werden viele Baustellenfahrzeuge unterwegs sein

Was bleibt sonst noch? Der Vorschlag von CDU-Fraktionssprecher Marcus Greiner, die Beschleunigung des Hindenburgrings um ein weiteres Jahr nach hinten zu verschieben, stieß vor allem bei den Grünen und der SPD auf wenig Begeisterung. Dabei hatte Greiner eigentlich eher die Situation im Bauamt und auch den Realschulneubau im Blick: "Wenn wir die Schule bauen, werden 2021 und 2022 dort viele Baustellenfahrzeuge unterwegs sein."

"Wenn wir den Hindenburgring schieben, weiß ich nicht, was vom Verkehrskonzept überhaupt geblieben ist", fragte sich Grünen-Chef Michael Blaurock. SPD-Fraktionssprecher Gottfried Vetter sieht das Ganze ähnlich: "Mir war eigentlich immer so, als ob wir den Hindenburg beschleunigen wollen, aber nun entschleunigen wir das Ganze."

Die FPD/FW-Fraktion ist derweil hin- und hergerissen zwischen den schwarzen und den rot-grünen Argumenten. Aber da gibt es auch noch das eigene Projekt: die Fußgängerampel zwischen den beiden bestehenden Ampelkreuzungen, die das neue Stadtviertel für Fußgänger an die Innenstadt anbinden soll und für die FDP/FW-Fraktion ein Unding ist. Hier werde wissentlich eine Gefahrenstelle geschaffen. Vielleicht lässt sich da doch noch ein Tunnel realisieren, wenn man ein Jahr länger diskutieren kann?

Letztendlich sprachen sich aber dann doch nur 13 Stadträte für eine Schiebung aus. Die Mehrheit möchte, dass alles so bleibt, wie es geplant war. Also nicht, wie es ursprünglich vorgesehen war, denn dann wäre der Hindenburgring bereits eine Baustelle. Aber nun soll der Ausbau in den Jahren 2021 und 2022 erfolgen. Ziel ist es, die Straße zu beschleunigen, um eine attraktive Umfahrung für die Innenstadt zu schaffen.

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