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Donaueschingen Guter Wald ist mehr als guter Ertrag

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Gras drüber, jetzt bitte wachsen und gedeihen: Hansjörg Hepting pflanzt am Schellenberg einen Ahorn in den Boden. Der Stadtwald hat 2010 ordentlich Geld in die Kasse gebracht. Fotos: Maier Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Steffen Maier

Donaueschingen. 2010 war für die Stadtkasse Donaueschingen ein formidables Forstjahr. Der Gewinn beläuft sich auf 410 000 Euro – mehr als fünf Mal soviel wie im mageren Betriebsjahr 2009. Hauptgrund sind die gestiegenen Holzpreise, die aktuell auch wieder fast Rekordniveau erreichen.

Etwas mehr als 90 Euro kostet derzeit der Festmeter Fichte 2b, das Leitsortiment, so viel wie lange nicht. Ebenso hoch waren die Holzpreise zuletzt im Januar 2007 – doch danach kam die Krise, erfasste auch den Holzmarkt: Die Preise fielen bis auf 65 Euro je Festmeter Anfang 2009 – einer der Hauptgründe dafür, dass das Forstergebnis der Stadt Donaueschingen 2009 so mager ausfiel.

2010 ging es dagegen wieder aufwärts: Insgesamt 22 903 Festmeter Holz wurden im Stadtwald geerntet, darunter auch ein Sonderhieb von 1500 Festmetern. Das Holz brachte 1,43 Millionen Euro in die Kasse. Das besonders Schöne daran, aus Sicht der Stadt: Anders als die Gewerbesteuer, von der die Kommunen wiederum Umlagen und Abgaben abführen müssen, werden die Forstgewinne ohne Abzüge aufs Konto gutgeschrieben.

Frieder Dinkelaker, der Gesamtbetriebsleiter des städtischen Forsts, ist damit zufrieden – er weiß aber auch: ein Sturm, ein zu trockener Sommer und damit eine Käferplage – dann gehen die Preise ebenso schnell wieder in den Keller.

Gute Preise für Holz und damit guter Ertrag aus dem Forstbetrieb sind für Dinkelaker und die Stadt wichtig, als ebenso bedeutend wertet Dinkelaker indes, dass der Wald gesund ist und eine nachhaltige Bewirtschaftung stattfindet – im vergangenen Jahr wurden rund 80 000 Euro in Aufforstungen und Waldpflege investiert. Ganz in diesem Sinne hat der Technische Ausschuss des Gemeinderats gestern Abend auch beschlossen, im Stadtwald Grundsätze des sogenannten Alt- und Totholzkonzepts zu übernehmen: Neben der Holzproduktions- und Erholungsfunktion soll dieses die ökologische Funktion des Waldes stärken helfen: Alt- und Totholz soll bewusst im Wald verbleiben, um Lebensraum für schützenswerte Pflanzen- und Tierarten zu gewährleisten.

Neben Dinkelaker, der als Betriebsleiter für Planung, Controlling und Holzverkauf zuständig ist, kümmern sich die Revierleiter Manfred Fünfgeld und Hans-Peter Fesenmeyer sowie sechs Waldarbeiter um den Betriebsvollzug. Bis März lief der Holzeinschlag, seitdem werden neue Bäume gepflanzt, aktuell am Schellenberg. Noch bis Ostern dauert dort die Phase, in der die Setzlinge in den Boden verbracht werden.

Donaueschingen gehört zu den 30 größten waldbesitzenden Kommunen in Baden-Württemberg, die Gesamtfläche ist 2305 Hektar groß und weit verteilt: Vom Schwarzwald nahe Eisenbach bis nach Neudingen. Stand 1. Januar 2003 sind 67 Prozent der Bäume im Donaueschinger Wald Fichten, dazu kommen 6 Prozent Tannen, 10 Prozent Kiefern, 11 Prozent Buchen und 6 Prozent sonstiges Laubholz – beispielsweise Eschen, Ahorn und Pappeln. Aktuell wird der nächste Zehn-Jahres-Plan für den Donaueschinger Wald erstellt, dabei findet eine neuerliche Inventur des Baumbestandes statt. Nach dem schweren Sturm Lothar und der hässlichen Käferplage 2003 – beide Ereignisse haben bis heute Spuren hinterlassen – verlaufe die Entwicklung der Kulturen im Donaueschinger Wald seit 2005 stabil, so Dinkelaker. Und klopft auf Holz in der Hoffnung, dass das auch so bleibt.

  
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