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Donaueschingen Gegner kämpfen weiter gegen Windräder

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Foto: Kienzler

Donaueschingen/Hüfingen - Vorige Woche wurde die korrekte Zahl der Horste der geschützten Milane bezweifelt. Jetzt legen die Fürstenberger Windkraftgegner nochmals nach.

Sie wollen den Bau der geplanten 13 Windkraftriesen, der mit der Abholzung von rund 18 Hektar Wald und entsprechend umfangreichen Ausgleichmaßnahmen verbunden ist, doch noch verhindern.

Widerspruch gegen die Genehmigung der Anlagen ergänzt

In einem Einschreiben an das Landratsamt wird der am 19. Januar eingereichte Widerspruch gegen die Immissionsschutzrechtliche Genehmigung der Anlagen ergänzt, weil man neue Erkenntnisse gewonnen habe, wie es im Schreiben heißt.

Diese beziehen sich auf die so genannte Windhöffigkeit, die die Energieeffizienz am Standort angibt. Die 60 Fürstenberger, die sich mit ihren Unterschriften gegen das Projekt wenden, beziehen sich auf "gutachterlich gesicherte Erkenntnisse" und behaupten, dass an allen 13 geplanten Windkraftstandorten des Windparks Länge und Ettenberg Windstärken vorherrschen, die unter jenen im Windenergieerlass definierten Mindestertragsschwellen liegen. Als Argumentationsgrundlage dienen Werte, die mit dem Betrieb des bestehenden Windrads gewonnen wurden.

Der Erlass fordert mindestens 5,3 bis 5,5 Meter pro Sekunde auf 100 Meter Nabenhöhe. Die Nabenhöhe des bestehenden Windrads beträgt 90 Meter. Die mittlere Windgeschwindigkeit (Windhöffigkeit) habe hier zwischen 2001 und 2006, so die Gegner, nur bei 4,61 Meter pro Sekunde gelegen. Hochgerechnet auf die 230 Meter-Riesen mit einer Namenhöhe von 160 und 164 Meter betrage die Windhöffigkeit nur 5,06 Meter pro Sekunde.

Kurzfristige Messzeiträume führen zu massiver Differenz

Die Gegner bezweifeln demnach die Messergebnisse von Investor Solarcomplex, der 6,4 Meter pro Sekunde angibt. Der TÜV Süd habe in seinem Gutachten das Solarcomplex-Ergebnis auf 5,64 Meter pro Sekunde nach unten korrigiert, weil "die aufbereiteten Winddaten mit Unsicherheiten behaftet" seien, wird der TÜV im Einschreiben zitiert.

Gründe für die massive Differenz seien wohl auch die kurzfristigen Messzeiträume im Jahr 2015 und der Einsatz von überholten LIDAR-Geräten. Außerdem hätten ungewöhnliche Starkwindereignisse im Herbst 2015 das Ergebnis verfälscht. Generell hätten die Erträge in der Nähe liegender Anlagen zwischen Mai und Dezember 2015 um bis zu 40 Prozent höher gelegen als 2016.

Bereits die Betreiber der bestehenden Anlage, die Fürst Wind GmbH, hätten ihren Erfahrungen mit dem schwachen Wind gemacht. Ursprünglich seien weitere Anlagen geplant gewesen, aber wegen einer schlechten Auslastung von 60 bis 70 Prozent habe man keine weiteren Windkraft-Experimente an diesem Standort gewagt.

 
 

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