Mehr als 100 Sängerinnen und Sänger, Musiker, Techniker, Masken- und Bühnenbildner sowie Assistenten und nicht zu vergessen Dirigent Tadeusz Serafin sind an dem Bühnenspektakel beteiligt. Foto: Schwarzwälder-Bote

Open-Air im Schlosspark am 2. August. Fürstliches Schloss von magischem Licht umgeben.

Donaueschingen - Ein lauer Sommerabend, das fürstliche Schloss von magischem Licht umgeben und unterm Sternenzelt stimmt der Gefangenenchor die Hymne "Va pensiero, sull’ali dorate" ("Steig, Gedanke, auf goldenen Flügeln") an. Ja – es ist schon ein ganz besonderer, kultureller und atmosphärischer Höhepunkt, wenn am 2. August Verdis Freiheitsoper "Nabucco" im Schlosspark der zu Fürstenbergs zu hören und zu sehen sein wird.

 

Am Mittwoch wurde mit einer Pressekonferenz die Werbeoffensive offiziell eingeläutet.

"Wir haben bislang 300 Karten verkauft", betont Kai Schwarzkopf vom Veranstalter k-promotion. Wenn der fürstliche Rasen zwischen Residenz und Paulinenweiher zur Opern-Piazza wird, haben mindestens 800 Menschen Platz – sitzend versteht sich.

Hinter einer solchen Mammutproduktion verbergen sich viele helfende Hände. Aufbau, Aufführung und Abbau an einem einzigen Tag zu schaffen, da ist Professionalität gefragt und muss jeder Handgriff sitzen. "Wir organisieren seit zwölf Jahren Open-Air-Klassik-Veranstaltungen", sagt Schwarzkopf und verweist damit auf die langjährige Erfahrung seines Arbeitgebers in diesem Geschäft. Organisation, das heißt auch, während der Spielsaison dem Publikum eine gleichbleibende hohe Qualität der Aufführungen zu garantieren. Heute hier, morgen da – das hinterlasse vor allem an den Stimmbändern der Sänger ihre Spuren.

Mehr als 100 Sänger

"Wir haben jede Rolle zwei- bis dreifach besetzt", erklärt Schwarzkopf. Und so wird im Fall der Fälle ein zweiter oder dritter Nebukadnezar (it. Nabucco) der schlesischen Staatsoper Bytom (Beuthen), mit der der Veranstalter zusammenarbeitet, nachgeordert. Mehr als 100 Sängerinnen und Sänger, Musiker, Techniker, Masken- und Bühnenbildner sowie Assistenten und nicht zu vergessen Dirigent Tadeusz Serafin sind an dem Bühnenspektakel beteiligt.

"Wir holen Verona nach Donaueschingen", schwärmt Fürstin Maximiliana, die als Italienerin natürlich besonders von der Idee angetan war, Giuseppe Verdis größten Opernerfolg in den fürstlichen Park zu bringen. Aber: "Die Qualität muss stimmen", sagt die Fürstin. Und so sei man im Schloss nach eingehender Information zum Schluss gekommen, "dass Nabucco für Donaueschingen eine absolute Bereicherung ist".

Jetzt muss also nur noch das Wetter stimmen. Heißt: bei starkem Regen wird die Freilichtoper verschoben oder abgesagt und die Karten erstattet. "Wir haben sonst auch Regenponchos dabei", beruhigt Schwarzkopf. Erfahrungsgemäß herrsche am Veranstaltungstag aber immer bestes Nabucco-Wetter.

karten: gibt’s bei allen Geschäftsstellen des Schwarzwälder Boten, der Tickethotline 07423/787 90 sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.