Ist am Sonntag in der Hüfinger Rathaus-Galerie zu hören: das Donau-Wind-Quintett. Foto: Veranstalter Foto: Schwarzwälder-Bote

Porträt: Sommerliches Konzert des Donau-Wind-Quintetts /Auftritt am Sonntag in der Rathausgalerie

Von Horst Fischer

 

Am Sonntagvormittag gibt es in der Hüfinger Rathausgalerie ein attraktives sommerliches Konzert mit dem Donau-Wind-Quintett.

Donaueschingen. Fünf junge Musiker, die alle im Donaueschinger kulturellen Leben eine Rolle spielen, haben sich vor eineinhalb Jahren zusammengetan, um ihrer gemeinsamen Liebe zu ihrem jeweiligen Instrument, zum Musizieren im kleinen Kammermusikensemble frönen zu können.

Christian Feierabend leitet seit neun Jahren die Donaueschinger Stadtkapelle, war Militärmusiker bei der Bundeswehr, studierte Schulmusik und Klarinette in Trossingen und unterrichtet am Fürstenberg-Gymnasium neben Musik das Fach Deutsch. Er bearbeitet gerne Stücke für die Wind-Besetzung oder freut sich über Neuentdeckungen.

Schostakowitschs Jazz-Suite hat ihm schon immer in der Nase gesteckt wegen ihrer "völlig verrückten" Besetzung mit Ukulele und Salonorchester. Er freut sich, im Fürstlich-Fürstenbergischen Archiv noch eine vergessene Kiste mit Orchesternoten von Kalliwoda entdeckt zu haben, so dass man am Sonntag eine besondere Kostbarkeit erleben kann.

Sylvia Relota, engagiert bei der Stadtkapelle als Oboistin, fühlt sich als "richtige Blasmusikerin", für die "Musik aus der Seele kommt" und in der sie Authentizität und Halt findet.

Markus Eisele, heute Lehrer für katholische Religion am FG: Für ihn ist das Fagott ein Instrument, das seinen näselnden Zauber so richtig im Orchester und im kammermusikalischen Rahmen entfalten kann. Nach ein paar Semestern an Musikhochschulen gehört das Fagottspielen zu seinem gepflegten Hobby.

Für Stefan Wrobel, heute selbstständiger Handwerker, bedeutet das Hornspielen nach vielen Stationen in mehreren Orchestern eine schöne Auszeit aus der stressigen Arbeitswelt. Im Quintett reizen ihn "das Neue, das filigrane Musizieren, das sich Einbringen-Können".

Björn Sermersheim, Flötist, war wie Feierabend Heeresmusiker und studierte Schulmusik mit dem Hauptfach Flöte, auch er ist am FG Musiklehrer. Das Ensemble ist für ihn ein herrlicher Gegenpol zum Unterrichten: "Durch das Musizieren bleibt man überhaupt Musiker und kann das am Leben erhalten, was man mag."

Es ist eine Freude, die Musiker beim Proben zu beobachten. Sie wollen "richtig schön spielen" mit den Tönen meditieren und lebendig und fröhlich musizieren. Das Publikum darf sich auf ein spannendes Konzert freuen.