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Donaueschingen Füchse fühlen sich in Gärten heimisch

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Füchse sind Kulturfolger und fühlen sich daher auch in Städten sehr wohl. Sie finden dort in Form von Müll und Kompost genug zu fressen und natürliche Feinde gibt es auch keine. Foto: Carstensen

Donaueschingen - Zuerst waren es nur leise Vermutungen, inzwischen ist es allerdings klar: Die Füchse sind wieder zurück.

In den Gärten rund um Tal- und Dietrich-Bonhoeffer-Straße sind sie, wie auch schon im vergangenen Jahr, heimisch. Auf einen Hinweis von Markus Schneider, der in seinem Garten in der Talstraße zwei Schuhe vermisste, meldeten sich in den sozialen Medien weitere Stimmen zu Wort, die in der Gegend einen Fuchs gesehen haben wollen.

2018 sorgte das bei mehreren Bewohnern in dem Gebiet für Ärger. Bei Familie Mayer in der Talstraße entwickelte sich der Garten langsam aber sicher zu einer kleinen Müllhalde. Täglich musste Elmar Mayer mit Handschuhen und Eimer über das Grundstück streifen und den Unrat zusammenlesen, den die Füchse zusammengeklaubt haben. einige Nachbarn trafen sich schließlich sogar, um verloren gegangene Schuhe wieder auszutauschen. Ärgerlich, aber sicher noch einigermaßen zu verkraften. Doch es geht leider auch anders.

Viel größer wird der Ärger, wenn es tatsächlich ins Geld geht, wie bei Familie Eckerle. Sie hatten im vergangenen Jahr besonderen Ärger mit den Füchsen. Die haben sich nämlich direkt unter ihrer Garage einen Bau gegraben. Eckerles besitzen die mittlere von drei Reihengaragen. Dort senkte sich die aus Pflastersteinen bestehende Einfahrt nach und nach ab, untergraben von den Füchsen.

Vor-Ort-Termin führ zu nichts

Die Einfahrt hat Dieter Eckerle mittlerweile richten lassen: "Wir haben ein Stück davon rausnehmen lassen und das Loch schließlich zubetoniert." Die Materialien hat Eckerle selbst besorgt, verarbeitet habe sie ein Handwerker. Kostenfaktor: rund 150 Euro. Ärgerlich für die Familie, allerdings ist nichts zu machen. Die Stadt kann dagegen nichts unternehmen, auf den Kosten bleibt der Garagenbesitzer selbst sitzen. Auch ein Vor-Ort-Termin mit dem Kreisjagdamt führte zu nichts.

Bei Eckerles sind mittlerweile ebenfalls wieder Schuhe weggekommen. "Wir müssen auch darauf achten, dass wir den gelben Sack erst am Morgen rausstellen. Wenn wir das abends schon machen, dann ist er am nächsten Tag aufgerissen und alles verteilt", sagt Dieter Eckerle.

Die Garage sei jetzt betoniert und an der Rückseite habe ein Nachbar mehrere Steine aufgetürmt, damit die Füchse sich nicht wieder hineingraben. Offensichtlich ist das jedoch bereits geschehen. 2018 befand sich eine Öffnung an einer Garagenseite, allerdings auf einem Nachbargrundstück. Und dessen Besitzer hatte keine Absicht, den Fuchs irgendwie loszuwerden, sondern ließ ihn dort wohnen.

In dem Gebiet, so scheint es, müsse man sich mit den Tieren irgendwie arrangieren. Wird ihnen ein Wohnplatz geboten, womöglich auch noch Futter zur Verfügung gestellt – das wurde zumindest 2018 vermutet – dann werden sie sich auch weiter zwischen den Häusern niederlassen. Die Umgebung ist für sie bestens geeignet. Über Müll und Kompost gibt es ausreichend Futter, wirkliche Feinde hat es dort auch nicht.

Die Hunde sind meist angeleint und frei laufend nur auf einigen Grundstücken anzutreffen. Lose Kleidungsstücke und Gegenstände im Garten, sollten vorsichtshalber ins Innere geräumt werden. Zumindest über den Zeitraum, in dem der Garten zur Kinderstube der Füchse wird.

Eigene Facebook-Gruppe für Problem?

Eine Idee wurde in den sozialen Medien bereits laut. Dort überlegt sich ein Nutzer, eigens eine Facebook-Gruppe dafür ins Leben zu rufen. In der können sich Anwohner hinsichtlich vom Fuchs verschleppter Dinge austauschen.

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