Georg Riedmann (links) und Armin Köhler dankten Otto - Albrecht Neumüller (Mitte) für die Stiftung von 50 000 Euro für die Musiktage. Foto: W. Maier Foto: Schwarzwälder-Bote

Otto-Albrecht Neumüller fördert mit 50 000 Euro ein Projekt

Donaueschingen (wm). Über eine Stiftung von 50 000 Euro von Otto-Albrecht Neumüller können sich die Donaueschinger Musiktage freuen.

Im Pressegespräch mit Kulturamtsleiter Georg Riedmann, Armin Köhler vom Südwestrundfunk und dem Schwarzwälder Boten erzählte Neumüller seinen Lebenslauf und wie es zu seiner Leidenschaft für die Donau­eschinger Musiktage kam.

In Jena 1930 geboren, kam er mit zwölf Jahren nach Kassel, wo er sich nach dem Abitur 1949 für ein Chemiestudium entschied und an der Universität Göttingen einen Studienplatz erhielt. Zuvor wollte er noch mit dem Fahrrad Süddeutschland erkunden. In Haslach entdeckte er zufällig ein Plakat mit dem alten Logo der Musiktage. Er war sofort fasziniert von den neuartigen musikalischen Darbietungen und ist seit damals bis heute mit einer einzigen krankheitsbedingten Unterbrechung alljährlicher Gast bei den Musiktagen. Dabei schätzt er nicht nur das Musikerlebnis sondern auch die zahlreichen Gespräche mit Komponisten und Musikern. Seine Einkünfte als Autor mehrer wissenschaftlicher Bücher und Herausgeber eine Chemielexikons erlaubten es ihm, zusammen mit seiner vor fünf Jahren verstorbenen Frau mehrmals Kunstsammlungen zu unterstützen. Mit dem Betrag für die Musiktage soll ein Projekt im kommenden Jahr finanziert werden. Geplant ist ein abendfüllendes Programm des Musikforums Wien mit Georges Aperghis im Mozartsaal. Riedmann und Köhler dankten Neumüller für die großzügige Spende, wozu dieser meinte "Nachfolgetäter" seien erwünscht.

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