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Donaueschingen Es soll unbedingt ein Narrenblatt entstehen

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Zur Gaudi für die Akteure des Narrenbaumstellens der Wolterdinger Bregtal-Glonki und den befreundenden Waldwinkelnarren aus Hubertshofen wird es dieses Mal nicht kommen.Fotos: Reichart Foto: Schwarzwälder Bote

Narri-Narro aus Wolterdingen? Die Tradition und das Brauchtum sollen nicht in Vergessenheit geraten, sind sich die beiden Fasnet-Vereine, der Narrenverein Immerfroh und die Bregtal-Glonki, einig. Doch was ist machbar in dieser Coronazeit?

Donaueschingen-Wolterdingen. Zwei Dinge stehen aber zum jetzigen Zeitpunkt schon mal fest: Zum einen soll wieder ein Narrenblatt erscheinen, und zum anderen gibt es auch einen Narrenbaum. Wie jedoch das Narrentreiben ansonsten ablaufen könnte, ist noch nicht entschieden.

"Veranstaltungstechnisch wird es wohl weder die beliebte Hexennacht, die gemeinsame Hallenfasnet mit den Bregtal-Glonki am Schmutzige Dunnschtig-Abend, einen Bunten Abend noch ein Kindernachmittag am Rosenmontag geben", sagt Immerfroh-Vorsitzender Tobias Ringwald. Und wie es mit dem Wecken am Schmutzige Dunnschtig aussieht, muss abgewartet werden.

Aber der Fasnetklatsch soll, wenn die Bürger mitmachen, die Einwohner wenigstens etwas zum Lachen bringen. Die Narren bringen ja (fast) alles an den Tag. Seit kurzem hängen die Narrenkästen in Wolterdingen wieder im Lindenweg, Ecke Tannenweg, und neben der Bäckerei Scherzinger – und warten auf Futter. Denn auch zu dieser Fasnet soll wieder ein interessantes und unterhaltsames Narrenblatt erscheinen.

Die Narrenblatt-Redaktion erhofft sich viel Lustiges und Erzählenswertes. Egal ob schon fertig gedichtet oder nur in Stichworten – sie freuen sich über jeden Beitrag. Natürlich können die Anekdoten über Fehltritte oder hochpeinliche Auftritte auch in den digitalen Narrenkasten eingeworfen werden. Und zwar unter narrenblatt@nv-immerfroh.de.

Das älteste Narrenblatt stammt aus dem Jahr 1950. Manche Zeitgenossen ärgern sich über den Inhalt, andere nehmen es gelassen oder mit Humor. Zwischen 400 und 500 Exemplare werden jährlich unters Volk gebracht.

Was das Narrenblatt des Wolterdinger Narrenvereins Immerfroh im Laufe der vielen Jahre schon alles ans Licht brachte, versetzte so manch einen ins Staunen. Und es gab auch schon Bürger, die aus diesem Grund über Jahre hinweg mit dem jeweiligen Elferrats-Mitglied im Streit waren. Humor ist eben nicht jedem in die Wiege gelegt.

Der neueste Fasnetklatsch wird normalerweise am Samstag vor dem Schmutzigen unter die Leute gebracht. Doch einen Haustürverkauf kann es dieses Mal nicht geben. Wie der Verkauf ablaufen wird, ob eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet wird, werde man kurzfristig entscheiden.

Aber auch ein sichtbares Zeichen soll in Wolterdingen trotz Corona darauf hinweisen, dass die Narren-Hoch-Zeit begonnen hat. Normalerweise suchen die Bregtal-Glonki und die Hubertshofener Waldwinkelnarren zwischen den Jahren gemeinsam ihre Narrenbäume im Wald aus. Auch hier sorgt das Virus für den Strich durch die Rechnung. Doch die Wolterdinger Narren haben hier eine wohl gute Idee: Den Weihnachtsbaum, welcher aktuell auf dem Dorfplatz mit seinen vielen Lichtern die Nacht erhellt, möchten sie im Anschluss als Narrenbaum deklarieren. So wird es also keinen kleinen Umzug aus dem Wald in die Dorfmitte geben, den die heimische Musikkapelle umrahmt. Das Schmücken wird ganz still von ein bis zwei Mann erledigt. Also ohne viel Tamtam.

Welcher Ort mit nicht mal 2000 Einwohnern hat schon zwei Fasnetvereine? Das sich über Jahrzehnte hinweg gehegte neidische Verhalten zwischen den Wolterdinger Immerfroh-Narren und Bregtal-Glonki, hat sich längst gelegt.

Um die Fasnet im bevölkerungsreichsten Donaueschinger Stadtteil zu erhalten, haben sie 2018 beschlossen, einen Neustart für die Hallenfasnet am Schmutzige Dunnschtig zu wagen. Und die gemeinsame Sache funktioniert.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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