Kosten seit Vertragsunterzeichnung 2008 auf 48,8 Millionen Euro gestiegen / Oberleitung bis Donaueschingen
Donaueschingen (ff). Vor fünf Jahren wurde vom Landesverkehrsministerium der Startschuss für die Planungen zur Elektrifizierung der Höllentalbahn zwischen Neustadt und Donaueschingen gegeben.
Die Maßnahme ist vertraglich zwischen dem Landkreis und dem Zweckverbund Region-Nahverkehr Freiburg (ZRF) in Zusammenhang mit dem Gesamtvorhaben "Breisgau-S-Bahn 2020" vereinbart worden. Nach den 2008 bei Vertragsunterzeichnung geschätzten Kosten von 28 Millionen Euro geht man heute von voraussichtlichen Kosten von 48,8 Millionen Euro aus. Allein 16 Millionen Euro werden im Bereich Schwarzwald-Baar-Kreis verbaut werden, wobei der Landkreis einen Eigenkostenanteil von 7,9 Millionen Euro nach Abzug der Fördermittel zu tragen hat. Doppelt so viel, wie 2008 noch angenommen.
Der vierte Sachstandsbericht nach den im Januar erfolgten Erkundungsmaßnahmen nimmt auch die Stationen Döggingen und Hüfingen-Mitte sowie dem 535 Meter langen Tunnel bei Döggingen unter die Lupe. Vier Lösungsvarianten mit Kostenschätzungen von 3,1 bis 4,4 Millionen Euro wurden allein für das Dögginger Bauwerk erarbeitet. Auch der Halt Döggingen soll ausgebaut und einen Mittelbahnsteig mit 140 Metern Länge und zwei Zugängen erhalten, eine Bestätigung der Machbarkeit steht jedoch noch aus. Für alle fünf auf der Strecke liegenden Tunnel-Bauwerke ergibt sich aus dem Bericht, dass für die Gleisabsenkung und den Einbau einer Oberleitung nur geringfügige Änderungen notwendig sind. Der Ausschuss für Verwaltung und Wirtschaft wird am Montag den Bericht zur Kenntnis nehmen, wobei die Verwaltungsbehörde die Zustimmung anrät.