Das Museum Biedermann will die Kreativität der Kinder fördern. Aus diesem Grund gibt es seit mehreren Jahren immer einen Ferienworkshop zusammen mit der Kunstschule, der sich großer Beliebtheit erfreut. Foto: Strohmeier Foto: Schwarzwälder-Bote

Unterricht an Kunst- und Musikschule wird etwas teurer

Von Wilfried Strohmeier

Donaueschingen. Gerhard Eberl, Leiter der Kunst- und Musikschule, berichtete gestern Abend im Kulturausschuss über das vergangene Jahr und die Ziele für 2014. Für beide Abteilungen kann gesagt werden, dass man versuchen wird, mehr Schüler zu unterrichten.

In den vergangenen Jahren wurden leicht sinkende Schülerzahlen verzeichnet, während die Kurse, die von Donaueschinger Schulen gebucht wurden, stiegen. Bei der Musikschule geht Gerhard Eberl davon aus, dass diese Kooperation in den kommenden Jahren stark ausgebaut wird und sich für die Musikschule zu einer wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe entwickelt.

In Erscheinung treten die Schüler vor allem bei städtischen Anlässen, wenn sie diese musikalisch begleiten oder bei besonderen Anlässen wie beispielsweise den Heimattagen oder dem Wettbewerb Jugend Musiziert, bei dem immer wieder gute Erfolge erzielt werden.

Für die Kurse plant die Kunst- und Musikschule eine Erhöhung von 1,3 Prozent auf die Kursgebühr, was 8000 Euro mehr Umsatz bedeutet – vorausgesetzt die Schülerzahl bleibt konstant.

Bei der Kunstschule ist das Honorarsystem der freien Mitarbeiter an die Zahl der Schüler gekoppelt. Sinkt die Schülerzahl, sinkt deren Verdienst und es gibt eine Grenze, bei der den Lehrern die Entscheidung überlassen wird, ob der Kurs stattfindet oder nicht. Wie bei der Abteilung Musik verzeichnet die Leitung auch hier tendenziell steigende Buchungen der Schulen. Der Zuschussbedarf steigt nochmals.

Um das aktuelle Ziel, mehr Schüler zu unterrichten, zu erreichen, bietet die Kunstschule seit diesem Schuljahr ein offenes Angebot an. Bei diesem können die Schüler in einem vorgegebenen Zeitraum kommen wann sie möchten und arbeiten so lange sie wollen. Dieses Angebot wird gut angenommen. Ebenso bietet man jahreszeitliche Projekte an. Das erste wurde gut angenommen, so Gerhard Eberl.

Die Mitglieder des Kulturausschusses waren sich alle einig: Man muss das qualitativ hohe Niveau beibehalten. Hier wird man auch das Verhältnis zwischen Festangestellten und freien Mitarbeitern beibehalten, es liegt zirka bei 40:60. Was man auf gar keinen Fall will: die Musik- und Kunstschule zu einer Einrichtung von Priveligierten zu machen. Deswegen behält man auch das Angebot für den Familienpass bei. Dieses ermöglicht Familien mit mehreren Kindern oder niedrigem Einkommen den Nachwuchs zu ermäßigten Kurspreisen unterrichten zu lassen. Auch die maßvolle Zuschusssteigerung wird nicht als Problem gesehen, da die Schule als weicher Standortfaktor im Gemeinderat gilt.

Ob das Kursangebot nochmals überarbeitet wird, wird erst im nächsten Jahr entschieden, dann sollen die Ergebnisse einer Qualitätssicherungsumfrage vorliegen.

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