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Donaueschingen Eine Brigach ohne Schaumkrönchen

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Ein Trio blickt voraus: Gerhard Bronner, Alexandra Günter und Thomas Kring (von links) an der zu beleuchtenden und im Rathaus II stehenden Reliefkarte des Naturschutzgroßprojektes. Foto: Hahnel

Donaueschingen - Führt das Naturschutzgroßprojekt "Baar" endlich auch zu einer saubereren und vor allem innerstädtisch attraktiveren Brigach?

Seit Jahrzehnten ist das Fließgewässer keine Augenweide, allein um die Brigach freilich geht es bis 2024 nicht.

17 Fördergebiete, 44 000 Hektar Fläche, zehn Kommunen, zwei Landkreise, fünf Millionen Euro – gestern wurde in Donaueschingen eine das Projekt veranschaulichende Ausstellung eröffnet.

Vorab: Übergestülpt werden soll nichts, alle Maßnahmen will man in enger Absprache etwa mit den Landwirten und auf Freiwilligkeitsbasis realisieren.

Moorflächen, Wald und eben Brigach sind einige der Stichworte, zur Ausstellungseröffnung sprachen Gerhard Bronner als Umweltberater des Gemeindeverwaltungsverbands (GVV), Projektleiter Thomas Kring und seine Assistentin Alexandra Günter von einer "besonderen Auszeichnung für unsere Region". In Baden-Württemberg gibt es "nur" sechs teils schon abgeschlossene Großprojekte, die Baar kommt in der Folge hinzu.

Werden auf der Brigach in zehn Jahren weniger Schaumkrönchen zu sehen sein? Kommt es zu weiteren Ufergestaltungen in Donaueschingen und VS-Villingen sowie zu einer Umgestaltung des Zusammenflusses von Brigach und Breg? Zukunftsmusik. Kring, Günter und Gerhard Bronner bleiben jedenfalls am Ball und würden sich natürlich freuen, wenn Erziehungsberechtigte die Kinder eines schönen Sommertages ohne schlechtes Gewissen in der Brigach kneippen lassen.

Bronner sieht zumindest eine Kleinchance zur Reaktivierung einiger Moore, diese waren auf der Baar zu früherer Zeit recht zahlreich. "Bis in die 1960er-Jahre wurde bei uns Torf gestochen", weiß Bronner, die Sumpfohrener "Boschenstecher" (Torfstecher) erinnern als Fasnetfiguren an diesen ehemaligen Nebenerwerb der Landwirte.

Mit dem Unterhölzer Wald hat man vor Ort eines der ältesten Schutzgebiete Baden-Württembergs, die Bedeutung der Baar für den Vogelzug ist bekannt. Die "riesigen" Milane (Spannweite bis 170 Zentimeter) sieht man recht häufig, die hiesige Brutdichte von Rot- und auch Schwarzmilan ist die höchste im gesamten Südwestdeutschland.

Fünf Millionen Euro sind, gemessen an der Projektfläche, nicht die Welt, anfangen lässt sich mit dem Geld aber etwas. Und! Der Bund ist mit im Boot, Naturschutz ist üblicherweise Ländersache. Die Fäden laufen im Landratsamt zusammen, Thomas Kring ist unter der Telefonnummer 07721/9 13 77 01 zu erreichen. Als Projektträger fungiert der Schwarzwald-Baar-Kreis.

Die Ausstellung zum Naturschutzgroßprojekt Baar ist im donaustädtischen Rathaus II noch bis Ende April aufgebaut, die Öffnungszeiten der Verwaltungszentrale sind zu berücksichtigen.

 
 

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Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

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