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Donaueschingen Ehepaar droht unfreiwillige Trennung

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Niparat und Gerold Schaumann durchleben gerade ein Zeit des Bangens. Foto: Privat

Donaueschingen - Niparat Schaumann sitzt schon fast auf gepackten Koffern. Ihr geht es gesundheitlich schlecht, denn ihre mit einem Schengen-Visum verbundene Aufenthaltsgenehmigung läuft zum Monatsende ab. Mit ihr bangt ihr Ehemann Gerold.

Die beiden haben im Februar in Thailand geheiratet, die Ehefrau reiste mit einem Touristenvisum ein, dessen Gültigkeit coronabedingt zweimal verlängert wurde. In drei Wochen steht es der 47-Jährigen frei, freiwillig auszureisen. Denn nur dann, wenn sie das erforderliche A1-Sprachzertifikat vorweisen kann, bekommt die frisch Verheiratete eine echte Aufenthaltsgenehmigung.

Bei Abschiebung Einreiseverbot nach Deutschland

Im Moment läuft bei den Schaumanns der Countdown. "Wir müssen uns auf einen Rückflug vorbereiten, auch wenn es gegenwärtig gar keine Direktflüge gibt", sagt Schaumann. Würde seine Frau abgeschoben, bekäme sie ein Einreiseverbot nach Deutschland auferlegt. Eine Katastrophe für das Ehepaar.

Die Schaumanns bitten um eine Verlängerung: auch mit dem Hintergrund, dass Niparat Schaumann ab 28. September einen Kursplatz in Villingen-Schwenningen zur Verfügung hätte. Zudem hat Gerold Schaumann aufgrund einer Empfehlung eines ebenfalls mit einer Thailänderin verheirateten Mannes den Petitionsausschuss des Landtags angeschrieben.

Hoffnung auf Botschaft in Bangkok

Für die Ausländerbehörde der Stadt ist die Zusage für eine Kursteilnahme nicht relevant. Demnach ist es nicht möglich, das Besuchervisum bis Erreichen des Zertifikats zu verlängern. Die Ausländerbehörde beruft sich dabei, so Stadtsprecherin Beatrix Grüninger auf die bestehende Rechtslage. Die Stadt sieht Frau Schaumann zum 30. September als ausreisepflichtig. Dabei wäre das Zertifikat mit durchschnittlich 160 Unterrichtsstunden à 45 Minuten wohl auch ohne die Corona-Problematik innerhalb des Besuchervisums nicht erreichbar gewesen.

Möglich wäre es Frau Schaumann ein Visum zur Familienzusammenführung zu beantragen: allerdings bei der Deutschen Botschaft in Bangkok. Bei der Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis, die den Familiennachzug zu Deutschen beinhaltet, fehlen die Voraussetzungen für einen Rechtsanspruch. Frau Schaumann könne deshalb für einen Familienaufenthalt nach Thailand reisen. Die Reisebeschränkungen für Personen, die aus Deutschland nach Thailand reisen, seien seit Anfang Juli aufgehoben.

Nach Wissen der Stadt habe Niparat Schaumann Anfang Juli ohnehin nach Thailand reisen und dort ein Visum zur Familienzusammenführung stellen wollen. Das bestätigt das Ehepaar. Ihr stehe nun der Rechtsweg zur Verfügung, betont Grüninger. Bedauerlich sei aber, dass sie zwischenzeitlich das Mandat eines im Ausländerrecht erfahrenen Rechtsanwalts widerrufen hat.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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