100 Exemplare des einheimischen Edelkrebses wurden vom Angelsportverein Wolterdingen in Zusammenarbeit mit dem Landesfischerverband Baden-Württemberg in der Breg und dem Weiherbach ausgebracht. Fotos: Angelsportverein Foto: Schwarzwälder-Bote

100 Exemplare für eine Wiederansiedlung / Projekt des Angelsportvereins Wolterdingen

Donaueschingen-Wolterdingen. Der Angelsportverein Wolterdingen und der Landesfischereiverband Baden haben gemeinsam knapp 100 Edelkrebse in der Breg und einem Zufluss, dem Weiherbach, ausgesetzt. Damit soll der Grundstein gelegt werden, um diese seltene Flusskrebsart wieder anzusiedeln. Früher waren Edelkrebse die am häufigsten vorkommenden Flusskrebse überhaupt. Durch Gewässerverschmutzung und -verbau wurden sie ausgerottet. Jetzt sind die Gewässer wieder für die Krebse geeignet.

Allerdings gibt es inzwischen aus Nordamerika eingewanderte Krebse, die die Krebspest ausscheiden. Alle einheimischen Krebsarten sterben daran, sie selbst sind immun dagegen. Deshalb müsse bei der Auswahl geeigneter Ansiedlungsgewässer größte Sorgfalt angewendet werden, so die Angelsportler.

Edelkrebse sind die größten einheimischen Flusskrebse. Sie sind in Baden-Württemberg stark gefährdet und in vielen Gewässern seit langem verschwunden. Der Angelsportverein Wolterdingen und der Landesfischereiverband hoffen nun, dass sich in den beiden Gewässern wieder Edelkrebsbestände entwickeln und sich selbst erhalten. Dies ist nur eine von vielen arterhaltenden Projekten des ASV Wolterdingen und des Landesfischereiverbands.

Darüber hinaus wird der Angelsportverein Wolterdingen auch dieses Jahr wieder am 19.  und  20. Juli sein Fischerfest am Fischerhäusle Wolterdingen veranstalten sowie den Vorbereitungslehrgang zur staatlichen Fischerprüfung vom 19. September bis 21. Oktober ausrichten.