Roland Wössner, Erik Pauly und Björn Klotzbücher (von links) haben für die OB-Wahlen in Donaueschingen ihren Hut in den Ring geworfen. Foto: Kienzler

Bei der OB-Wahl in Donaueschingen dürfte es spannend werden. 17.170 Wahlberechtigte.

Donaueschingen - Mit Björn Klotzbücher, Erik Pauly und Roland Wössner wollen gleich drei Kandidaten die Nachfolge von Thorsten Frei (CDU) als Oberbürgermeister von Donaueschingen antreten.

Frei, der bei den Bundestagswahlen im September den Sprung als Abgeordneter nach Berlin schaffte, hatte nach der Übernahme der knapp zwei Dekaden dauernden Regentschaft von Alt-Oberbürgermeister Bernhard Everke (74) neun Jahre die Entwicklung der großen Kreisstadt im Schwarzwald-Baar-Kreis geprägt.

Große Herausforderungen für die kommenden Jahre warten auf den Nachfolger: Innenstadtgestaltung, Fußgängerzone oder die Konversion des nach dem Abzug des 110. französischen Infanterieregiments frei werdenden Militärgeländes.

Die Donaueschinger haben in den vergangenen vier Monaten eine eher moderate, artige Kandidatenkür erlebt. Auch Rededuelle der Bewerber untereinander blieben aus. Fast sieht es nun nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen aus, denn in den vergangen Wochen haben alle Kandidaten einen langen Atem bewiesen. Doch wer hat nun die besten Chancen, ins Rathaus einzuziehen?

Der promovierte Brauereiingenieur Klotzbücher (35), verheiratet und Vater einer 16 Monate alten Tochter, hatte sich als erster Bewerber und Kandidat mit heimischen Wurzeln am 26. Oktober an die Startlinie begeben und sich einen gehörigen Sympathiebonus erkämpft. Klotzbücher trat 1994 in die FDP ein und kann sicher auf die kommunalpolitsichen Erfahrungen seines Vaters Michael Klotzbücher bauen, der für die FDP/FW-Fraktion als Vorsitzender über 19 Jahre im Gemeinderat saß und sich nun vom Ratstisch verabschiedet hat.

Ganz in der Nähe aufgewachsen und seit rund 15 Jahren in Freiburg wohnhaft ist der Freiburger Rechtsanwalt Pauly (43), der am 28. November als unabhängiger Kandidat seine Bewerbung abgegeben hat. Pauly hat zuletzt für ein Bundestagsmandat der CDU des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald kandidiert.

Am letzten Tag der Bewerbungsfrist gesellte sich der 61-jährige Wössner aus Bräunlingen hinzu, der als Leitender Polizeidirektor in Villingen-Schwenningen auch in Donaueschingen nicht ganz unbekannt ist.

Am kommenden Sonntag sind 17.170 Wahlberechtigte aufgerufen, einen neuen Oberbürgermeister zu wählen. Auch der Termin für Neuwahlen steht mit dem 26. Januar fest, sollte es für keinen der drei Bewerber im ersten Wahldurchgang am 12. Januar reichen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: