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Donaueschingen Die Donaueschinger und ihr Museum

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Der Künstler Wolf Nkole Helzle fotografiert Besucher des Museums. Die Porträts werden Teil eines gewaltigen kollektiven Kunstwerkes. Mittlerweile hat er rund 35 000 Porträts aus aller Welt. Foto: Schwarzwälder Bote

Im Museum hängen die Bilder an der Wand und die Exponate stehen im Schaukasten – so ein Klischee. Das dies im Museum Art. Plus nicht der Fall ist, beweisen die großen Aktionen, bei der auch die Donaueschinger Bevölkerung aktiv miteinbezogen wurde. Am 28. und 29. September feiert das Museum seinen zehnten Geburtstag.

Donaueschingen. Wir werfen einen Blick zurück, auf Aktionen aus dieser Zeit.

Kollektive Speisekammer

Das Projekt von Künstlerin Gabriela Oberkofler fand vom 18. März bis zum 13. Mai 2012 statt. Hierbei wurden im Dialog mit der Bevölkerung selbst gesammelte, selbst gebackene und selbst eingelegte Speisen in der temporären Speisekammer gesammelt. Diese Ansammlung wurde zunächst zu einer wachsenden Rauminstallation. Anschließend durfte an zwei Tagen eifrig in den Modellküchen von "kücheZbad" zusammen mit Gabriela Oberkofler und den Donaueschinger Landfrauen gekocht werden, um die gesammelten Speisen zu verarbeiten. Alle Beteiligten waren am Internationalen Museumstag eingeladen zu einem großen, abschließenden Festessen der "Kollektiven Speisekammer" auf dem Museumsvorplatz, begleitet von Musik der Draxler Buam und einer Darbietung von Gabriela Oberkofler.

Homo universalis

Das Projekt wird gestaltet von Social Media Artist Wolf Nkole Helzle. Vom 6. Juli bis zum 2. November 2014 läuft die Ausstellung "Lichtspiele im Museum Biedermann". Bei deren Eröffnung sowie an bestimmten Tagen und Veranstaltungen dürfen Besucher Teil des weltweiten performativen Fotoprojektes Homo universalis werden. Ein zentrales Thema in dessen künstlerischer Auseinandersetzung ist die Frage nach der Beziehung zwischen Individuum und Kollektiv. Dazu fotografiert er seit den 1990er-Jahren weltweit Gesichter und führt deren Abbilder zu einem gemeinsamen Ganzen zusammen. Mittlerweile gibt es über 35 000 Porträts aus verschiedenen Ländern. Dabei sucht Wolf Nkole Helzle stets den persönlichen Kontakt. "Ich möchte die Leute miteinbinden, damit sie nah an der Kunst sind. (...) Letztlich ist der Mensch selbst das größte Kunstwerk", erläutert er. Anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Museums ist der Künstler eingeladen, ein wachsendes, gemeinsames Porträt der Freunde, Besucher, Kooperationspartner und Mitwirkenden des Museum Biedermann zu entwickeln. Ab Juli werden die ersten Einzel- und Gruppenporträts im Leseraum präsentiert, die sich in einem Work in Progress bis zum Ende der Jubiläumsausstellung durch weitere Gruppen zunehmend verdichten und am Ende in einem gemeinsamen multiplen Porträt zusammengeführt werden, das das einzigartige "Gesicht" des Museums repräsentiert.

Schon immer Museum

Museum wurde es schon immer genannt: Die Geschichte des Gebäudes des heutigen Museum Art. Plus ist wechselvoll. Mehrfach wandelten sich die Besitzverhältnisse und die Nutzung, verflochten mit den Begebenheiten seiner Zeit, wobei die Bevölkerung es immer als ihr Museum bezeichnete. Karolin Bräg führte 2014 sehr persönliche und intensive Gespräche mit rund 50 Zeitzeugen verschiedener Generationen über die Geschichte des Hauses. Die Gespräche orientierten sich alle an den Fragen: "Was bedeutet mir das Museum?" und "Was hat sein Wandel mit mir zu tun?". Die Antworten waren so verschieden wie die Herkunft, der gesellschaftliche Status und das Alter der befragten Personen.

111 Zitate bilden nun die Essenz der jeweiligen Gedanken und Befindlichkeiten der Gesprächspartner und zeichnen so ein inneres Bild des Museums. In der im 2-Raum präsentierten ortsbezogenen Textarbeit fügen sich die Zitate zu einem facettenreichen Mosaik. Die Vereinzelung und Fragmentierung ermöglicht dem Betrachter, das Gelesene mit seinen eigenen Gedanken und Vorstellungen zu verbinden. Dadurch vervollständigt sich das Bild.

100 Donaueschinger

Hierbei handelt es sich um ein Vorhaben, das zum Zehnjährigen des Museums geplant ist. Dann soll Start eines Projektes von Robert Hak aus Rottweil mit Porträts in Foto und Kurzinterview von 100 Besuchern des Museums sein. Eine entsprechende Ausstellung ist 2020 geplant, Startpunkt noch unklar.

Zum zehnten Geburtstag des Museums Art. Plus soll es ein Festwochenende geben, bei dem für jeden etwas geboten ist. So feiert das Museum am 28. und 29. September zusammen mit den Donaueschingern. Natürlich gibt es am Samstag auch einen Festakt für geladene Gäste, danach geht es um 19 Uhr im Außenbereich weiter, wo jeder dazukommen kann. Künstler Thomas Putze, der selbst schon im Art. Plus ausgestellt hat, wird sich etwas einfallen lassen, "Billy Bob and the Buzzers" werden spielen. Außerdem soll es eine Feuershow geben. Der Sonntag, 29. September, steht ganz im Zeichen der Familien. Unter dem Titel Art-Car wird in Zusammenarbeit mit Andreas Bordel-Vodde, Leiter der Kunstschule, ein altes Auto bemalt.

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