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Donaueschingen Der rasante Absturz bleibt aus

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Die süßen Goldbären des Zunftballetts haben sich für das Motto "Nar(r)ibo macht Hansel froh und die Gretle ebenso" entschieden und begeistern das Publikum mit ihrem Auftritt. Fotos: Roger Müller Foto: Schwarzwälder Bote

Wer auf dem Rummel Achterbahn fährt, der rechnet mit einem Auf und Ab. Es geht hoch, es geht runter. Es gibt Höhen und es gibt Tiefen. Unter diesem Aspekt ist der Frohsinn seinem Zunftballmotto nicht gerecht geworden.

Donaueschingen (jak). Das Programm steigerte sich von Nummer zu Nummer, der rasante Absturz bleibt aus. Und wer nach Tiefpunkten sucht, der wird eher ein Haar in der Suppe eines Sternekoches finden, als im dreistündigen Programm – wen wundert es bei den perfektionistisch veranlagten Zunftballmachern, die auch noch über die entsprechenden Möglichkeiten – sei es nun in Sachen Schauspielern, kreativen Köpfen, Experten oder Technik – verfügen, ihre Vorstellungen umzusetzen.

Gerade in Sachen Kommunalpolitik standen die Zunftballmacher auch vor großen Herausforderungen: Konrad Hall, Bernhard Kaiser und Claudia Jarsumbek, deren Doubles dem närrischen Publikum in den vergangenen Jahre viel Freude bereitet haben, spielen kommunalpolitisch keine Rolle mehr. Wer also schafft es wieder auf die Bühne?

OB Erik Pauly, stets gekonnt von Alexander Bertsch präsentiert, und auch seine Assistentin Beatrix Grüninger (Sarah Höfler) dürfen nicht fehlen. Die "Berliner Prinzessin" Martina Wiemer (Cordula Hauger), vor zwei Jahren erstmals dabei, und der "schöne" Niko Reith (Julian Willmann), im vergangenen Jahr eingeführt, sind mit von der Partie. Neu: die radelnde GUB-Fraktionssprecherin Claudia Weishaar (Claudia Kuttruff) und der blasse Bürgermeister Severin Graf – was aber nicht an der Leistung von Markus Dörle liegen mag, sondern am Original.

Thematisch nimmt "Erik (Ent)Wurfbude" das Zunftballmotto auf und noch nie hat das Thema Haushalt für so viele Lachen gesorgt. Wenn dann noch das Stadtoberhaupt singt "Das bisschen Haushalt..." oder "Es ist Zeit für ein bisschen Sparsamkeit" macht die Kommunalpolitik auch dem närrischen Publikum Spaß. Auffällig ist aber, dass die großen kommunalpolitischen Themen fehlen – doch dafür können die Narren ja nichts, wenn die Originale sich immer mit den selben Themen beschäftigen, die man nun wirklich nicht jedes Jahr auf der Bühne präsentieren kann, ohne dass es langweilig wird.

Grundlage für viel Spott

Und es ist wenig überraschend, dass Ignaz (Markus Kuttruff) und Severin (Thomas Höfler) mit der Hüfinger Kommunalpolitik liebäugeln. Da würde die Fasnet in diesem Jahr richtig Spaß machen, wenn der Bürgermeister viel spricht und wenig sagt, die Mundelfinger Kappen besticken und der Gemeinderat zu all dem schweigt. Tja, mit der Grundstückspreis-Debatte liefert die Nachbarstadt auch Grundlage für so viel Spott. Doch Ignaz und Severin sind jetzt auch Festzeltwirte und die "einzigen und wahren Caterer" der Stadt – ein gekonnter Seitenhieb auf die Donauhallenbewirtung, die an diesem Abend durchaus das Gesprächsthema neben der Analyse des Zunftballes war. Und wenn Ignaz und Severin dann verkünden, dass sie auf die Exklusivrechte verzichten würden und die Vereinsbewirtung zulassen möchten, dann muss man schon taub und blind sein, wenn man die Publikumsreaktion auf dieses Thema nicht einordnen kann. Doch selbst ohne diese Aussage: Ignaz und Severin wickeln das Publikum um den kleinen Finger – selbst wenn sie eine weiße Tischdecke über eine Bierbank legen, ist der Saal begeistert.

Und wie groß die Bandbreite beim Thema Rummel ist, das zeigen Benjamin Bäurer und Alexander Gut mit ihrer Geisterbahn sowie Nicole Bäurer und Martina Dannecker beim Losverkauf. So erhält Bürgermeister Severin Graf – der echte in diesem Fall, der auf die Bühne muss, Farbe, indem er plötzlich zum pinken Häschen wird und Alexander Maier gewinnt eine Harley. Tänzerisch entsteigen die Gretle als waschechte Zombies aus der Geisterbahn, während das Zunftballett als süße Goldbeeren über die Bühne wirbelt und die Männer in ihren Popkorntüten dieses Mal nicht freizügig unterwegs sind.

Harte Rocker gefühlvoll

Und dann wären da ja noch Martin Laufer, Peter Stelzl, Regina Armbruster, Alexander Bertsch und Kai Armbruster – bei den Gesangstalenten wird es düster, denn sie kommen als Rocker auf den Rummel. Doch mit Drohgebärden ist Schluss, wenn der Bonbon Onkel aus den harten Rockern wahre Herzensbrecher macht – die mit ihrem Gesang die Herzen der Gäste erreichen.

Und wer dann doch noch das Haar in der Suppe sucht, der wurde in der Bar fündig: 5,50 Euro für zwei Zentiliter Mischgetränk. Aber da kann man dem Frohsinn nun wirklich keinen Vorwurf machen und der Stimmung tat es keinen Abbruch.

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