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Donaueschingen Demonstranten zeigen Flagge gegen rechts

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Rund 400 Demonstranten zeigen beim Marsch durch die Innenstadt Flagge für ein buntes und offenes Donaueschingen und setzen ein Zeichen gegen Rechts. Foto: Müller

Donaueschingen - Für ein offenes und buntes Donaueschingen sind am Sonntag die Leute auf die Straße gegangen. Dem maßgeblich vom SPD-Ortsverbandschef und Stadtrat Jens Reinbolz organisierte Demonstrationszug schlossen sich rund 400 Personen an.

Und es wurde wahrlich bunt. Mit farbenprächtigen Schirmen, Fahnen und Luftballons zog der Demonstrationszug vom Rathaus über die Karlstraße, an der Stadtkirche vorbei bis zum Lammplatz. "Mit solch einer Resonanz hätte ich nie gerechnet", stellte Jens Reinbolz fest, der vielleicht von 70 oder 80 Demonstranten ausgegangen war. Zwar gab es im Vorfeld 170 Anmeldungen. "Aber wer dann schlussendlich kommt, ist offen", zeigte sich der SPD-Ortsverbandschef begeistert.

Alle tragen Mundschutz

Vertreten waren Demonstranten aus dem ganzen Schwarzwald-Baar-Kreis, bis nach Freiburg und Konstanz reichte das Einzugsgebiet. Kurz vor Beginn des Demonstrationszug traf dann die Antifa-(Antifaschistische) Bewegung auf dem Rathausplatz ein. Überwiegend in schwarz gekleidet, skandierten sie ihre Parolen lautstark gegen rechts, schlossen sich jedoch äußerst friedlich der Demonstration an. Mundschutz war gemäß der Corona-Hygienevorschriften nicht vorgeschrieben, aber dennoch trugen ihn alle während des Zuges durch die Straßen.

Anlass für die Aktion war zunächst ein geplantes Treffen der Jungen Alternative Deutschlands in einem Donaueschinger Gastronomiebetrieb. Hier sollte der Rechtsaußen-Politiker Andreas Kalbitz, der im Mai aus der AfD ausgeschlossen worden war, sprechen. Ebenso wie Reimond Hoffmann, Kreis- und Stadtrat aus Rottweil und einst Mitarbeiter von Björn Höcke und Jochen Lobstedt, Landesvorsitzender der Jungen Alternativen. Doch die Veranstaltung wurde abgesagt, und so entstand die Idee, die Demo in ein buntes und offenes Donaueschingen umzufunktionieren. "Dennoch sollte es trotzdem noch ein Zeichen gegen Rechts sein, das jeder setzen kann", erklärte der Stadtrat.

Rund 100 Antifa-Teilnehmer

Und dieses Zeichen setzten dann am Sonntag die Teilnehmer des Demonstrationszuges. Ende des Zugs war am Lammplatz, auf dem die "Omas gegen rechts" schon mit Plakatwänden die Demonstranten erwarteten. Sie ernteten großen Applaus der Menge. Ebenfalls mit von der Partie war der Landtagskandidat der Grünen für den Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen, Jens Metzger. Der 30-Jährige nutze die Gelegenheit, mit einer Davinci-Brücken-Installation das Überbrücken der Risse in der Gesellschaft symbolisch darzustellen. Danach wurde die Veranstaltung aufgelöst, und Jens Reinbolz durfte zunächst noch viele Glückwünsche für die gelungene Aktion der einzelnen Teilnehmer entgegen nehmen. Freuen darf sich auch das örtliche Gucklochkino Cine-Baar, es bekommt pro Demo-Teilnehmer einen Euro als Spende.

Die rund 100 Antifa-Teilnehmer machten sich dann im Anschluss wieder unter laut skandierenden Parolen gegen rechts auf zum Bahnhof, um sich mit dem Zug auf den Nachhauseweg machten.

Ein deutliches Zeichen gegen rechts und ein buntes und offenes Donaueschingen setzte der Donaueschinger SPD-Stadtrat Jens Reinbolz mit dem von ihm organisierten Demonstrationszug am Sonntag durch die Donaueschinger Innenstadt. Und dass die Bevölkerung nicht weg sieht, spiegelte sich in der Mobilisierung von rund 400 Teilnehmern wider, die vom Rathaus aus durch die Karls­straße und an der Kirche St.  Johann vorbei zum Lammplatz marschierten. Und dass es auch friedlich ohne Krawall machen geht, war ein zusätzlicher Pluspunkt für die Demo.

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