Nein, nicht 9 bis 12, sondern 9 bis 14 Uhr an Samstagen ist der Recyclinghof in der Raiffeisenstraße geöffnet. Foto: Schwarzwälder-Bote

Stärkere Beleuchtung und verschiedene Sicherheitsmaßnahmen werden in den nächsten Monaten umgesetzt

Von Achim Stiller

Donaueschingen. Mehr Sicherheit für Anlieferer und Mitarbeiter, das sind die Gründe dafür, dass der Technische Ausschuss des Kreistages in seiner jüngsten Sitzung beschlossen hatte, die Recyclinghöfe zu überarbeiten. Das wird dann auch den Hof in Donaueschingen betreffen.

Ein Hauch von Frühling gestern Nachmittag, das beflügelte nicht nur die Gartenfreunde. Auf dem Recyclinghof in der Raiffeisenstraße 28 im Donaueschinger Gewerbegebiet Breitelen Strangen war richtig was los. Um die 400 Bürger kommen schon an normalen Tagen, in den Zeiten des Grünschnitts und vor allem samstags sind es zum Teil mehr als doppelt so viel. Das will geregelt sein. Ein Stunde längere Öffnungszeit samstags, also 13 statt 12 Uhr, ist Bestandteil der im Kreistag beschlossenen Änderung. Damit soll dem Wunsch der Nutzer nachgekommen und eine Entzerrung erreicht werden.

Bislang hat die Donaueschinger Einrichtung stets dienstags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet sowie samstags von 9 bis 12 Uhr. Na ja, so steht es jedenfalls auf der Homepage des Landratsamtes unter Recyclinghöfe und auch auf der Homepage der Stadt Villingen-Schwenningen, die solche Einrichtungen in der Umgebung auflistet. Erstaunen bei Dirk Hausmann, Leiter des Amtes für Abfallwirtschaft im Landratsamt. Tatsächlich hat zumindest der Donaueschinger Recyclinghof samstags von 9 bis 14 Uhr geöffnet und daran wird sich auch nichts ändern, wie der Amtsleiter sagt. Die Homepages sollen daher schnell korrigiert werden. Das hat übrigens auch das Schild am Eingang des Recyclinghofes in der Raiffeisenstraße nötig, denn auch dort steht erstaunlicherweise 9 bis 12 Uhr. Für die Erweiterung der Öffnungszeiten am Samstagvormittag entstehen kreisweit übrigens Mehrkosten von rund 10 000 Euro im Jahr.

Spürbar für die Bürger werden die Änderungen im Sicherheitsbereich. Sichtbar vor allem, denn für so genannte Lade- und Warenumschlagplätze gilt die Vorgabe von Beleuchtungen mit 50 Lux. Die Lampen auf dem Donaueschinger Hof erreichen noch nicht einmal zehn. Neue Masten und Leuchtkörper sollen montiert werden. Die Ausschreibung geht jetzt raus, die Umsetzung soll bis zum November erfolgen.

Ist es auf dem Recyclinghof voll, herrscht immer wieder ein regelrechtes Verkehrschaos. Fahrbahnmarkierungen sollen den Fluss der Anlieferer und die Abfahrten in geordnetere Bahnen lenken.

Die begehbaren Container, etwa für EDV-Schrott oder Altmetall, sollen mit innseitigen Absperrungen davor abgesichert werden, dass aufgetürmtes Material auf jene stürzt, die neues dazulegen oder werfen. Zwei bis drei Wochen dauert es, bis ein solcher Container aufgefüllt ist. Diese Regelung soll bis zum Sommer umgesetzt werden.

Beschilderungen werden bereits in naher Zukunft die Bürger auf die Gefahren und die selbst zu treffenden Maßnahmen hinweisen. Zum Beispiel, dass Handschuhe bei scharfkantigem Abfall zu tragen sind und auf dem Gelände möglichst auch festes Schuhwerk.

Bis zum Jahresbeginn 2013 werden die Sicherheitsmaßnahmen auf allen Recyclinghöfen im Kreis abgeschlossen sein. Insgesamt werden dafür Kosten von rund 130 000 Euro kalkuliert.

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