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Donaueschingen Das Stromproblem ist wieder zurück

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Hans-Peter Schelle neben seinem unverzichtbaren Stromfresser. Der Backofen im Verkaufswagen fiel am Freitag mehrere Male aus. Foto: Schwarzwälder Bote

Geht's schon wieder los, das Stromproblem? Diesen Eindruck hatte Patricia Schelle am frühen Freitagmorgen.

Donaueschingen (wur). Plötzlich war das Licht aus im Bäckerei-Verkaufswagen, aus dem sie auf dem Donaueschinger Wochenmarkt gemeinsam mit Ehemann Hans-Peter Schelle, Brot, Brötchen, Brezeln und mehr verkauft. Auch die Stromversorgung für den Backofen, in dem die Backteil-Rohlinge bei rund 180 Grad gebacken werden, hatte sich verabschiedet. Also raus aus dem Wagen, Sicherungsschalter umlegen und weiter geht es. Ob es nun viermal oder öfter war? Bis 10 Uhr etwa jedenfalls waren die Unterbrechungen lästig, wenn Kunden aufs Wunschprodukt warten mussten; oder ärgerlich, wenn Croissants ihr Volumen verlieren.

Schon länger eigentlich sei das Ärgernis Stromausfall auf dem Alten Festhallenplatz nicht mehr aufgetreten, erinnerte sich Schelle. Jetzt, Mitte Oktober, wenn es kälter wird und später hell, rückt das Erklärmuster heran, das schon beim letzten, öffentlich bekannten Stromärger bemüht wurde. Überlastung durch eine Vielzahl notwendiger Elektrogeräte und zusätzlich an den Stromsäulen angehängten Heizstrahlern.

Dass die Stromausfälle überlastungsbedingt sind, weiß die Stadtverwaltung seit einer Überprüfung Anfang des Jahres. Daraufhin sei eine Fachfirma beauftragt worden, die Stromsäulen durch einen Umbau zu optimieren, sagte Stadtsprecherin Beatrix Grüninger auf Anfrage. Vorgesehen ist, durch eine Fachfirma auf dem alten Festhallenplatz zwei weitere Stromsäulen aufzustellen. Der örtliche Energieversorger werde mit dem Umbau des Zählerkastens die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen. Was fehlt, ist die Ausführung. Man stehe mit der Fachfirma zwar in Kontakt, die Umsetzung stehe weiter aus, bedauerte Grüninger. Ein Umstand, der auch den vollen Auftragsbüchern der Handwerksbetriebe geschuldet sein könnte.

Metzgermeister Dieter Schulz von der Donaueschinger Metzgerei Martin kannte die Ausfallproblematik und beugte bei der Anschaffung eines neuen Grillwagens vor. Seit Mai brutzelt Schulz hier auf der ausladenden, von acht Flammen erhitzten Grillstation Bratwürste und Frikadellen. An der Rückseite des Wagens steht die Friteuse. Beide Großgeräte sind gasbetrieben. "Das war mir wichtig", sagte Schulz. Einen Ausfall mag er sich am Freitagvormittag nicht leisten. An der Stromversorgung hängen Kühlschränke, Licht und Kasse. Hier könne man, beim Stromstopp, zur Not die Stecker am Verteilerkasten umhängen. Das sei nicht so schlimm. Selbst bisher nicht betroffen, tippt Schulz ebenfalls auf den höheren Strombedarf in der kalten Jahreszeit.

Im Vergleich zum Stromausfall im Februar waren am Freitag nicht dieselben Marktbeschicker betroffen. "Heute läuft alles", sagte die Verkäuferin Birgit Gänsler aus dem Verkaufswagen der Hofmetzgerei Laufer aus Dittishausen heraus, eher sie sich der nächsten Kundin widmete. Alles in Ordnung, heißt es auch am anderen Ende der zur Brigach ausgerichteten Stände bei der Metzgerei Schmid aus Blumberg. Der Ärger hangelt sich der Stadt zugewandten Reihe entlang. Inhaberin Irmgard Hug von der gleichnamigen Fischveredlung aus Unterkirnach hat schon Bedenken, wie es im Winter werden wird. "Da fallen das Licht aus und die Waage." Klar sei der Sicherungsschalter schnell gedrückt und das Licht angeknipst. Die Waage aber brauche Zeit, bis sie wieder hochgefahren sei. "Da komme ich schon ins Schwitzen, wenn, wie etwa vor den Feiertagen, viel Kundschaft vor dem Wagen steht." Nicht jeder habe die Geduld zu warten. "Die kaufen dann eben woanders."

Die Zahl von Händlern und Direktvermarktern, die freitags ihre Produkte auf dem Donaueschinger Wochenmarkt anbieten, ist relativ stabil. Laut Beatrix Grüninger, Sprecherin der Stadt Donaueschingen, verkaufen rund 30 Marktbeschicker von 7 bis 13 Uhr Obst, Gemüse, Eier, Fleischwaren, Milchprodukte, Brot, Blumen und mehr.

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