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Donaueschingen Das Rästel um den neu erbauten leerstehenden Wohnblock

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Diese Wohnanlage an der Hagelrainstraße ist im Wesentlichen fertiggestellt, nur zog bislang noch niemand ein. Foto: Wursthorn Foto: Schwarzwälder Bote

Donaueschingen (wur). Zurückgesetzt an der Hagelrainstraße, nur ein paar Meter entfernt vom Donaucenter, steht ein nagelneuer Wohnblock mit zwei Eingängen, blitzblanker Fassade und einer fertigen Außenanlagen. Der Hof ist gepflastert, die Stellplätze sind markiert, auch der Metallzaun für die Müllcontainer steht schon.

Unübersehbar ist hier Wohnraum entstanden, 18 Wohnungen im Zwei- bis zum Vierzimmerzuschnitt. Obwohl sich der äußere Eindruck des Wohnkomplexes seit Monaten nicht geändert hat, sind die Klingelschilder weiter leer und kein einziges Fenster mit einem Vorhang bestückt: und das, obwohl im vergangenen April zu einer offenen Besichtigung des Kaufobjekts geladen worden war.

Rätselhaft, so wächst in der Stadt eine Einschätzung, erklärlich allerdings, wenn der Bauträger zu Wort kommt. "Wir haben unser Verkaufsmodell 2015 geändert", sagt Daniel Repp.

Er leitet bei Immo-Pro-Invest die Geschäftsentwicklung. Beim Wohngebäude an der Hagelrainstraße sei man weggegangen von der gängigen Praxis, Wohnungen bereits anhand der vorliegenden Planung an Interessenten zu verkaufen. "Jetzt beginnt der Verkauf, wenn die Außenanlage steht und die Wohnungen fast fertig sind", so Repp. Das "fast" steht dabei für vier Gewerke, die nach individuellen Wünschen ausgeführt werden.

Dies seien die Böden, die Wände – in der Basisvariante sind sie weiß und glatt – , die Türzargen und die sanitären Anlagen. Dieses Vertriebsmodell biete Vorteile für Käufer und Verkäufer, meint Repp. Die Kunden bekämen eine fertige Wohnung gezeigt und unterlägen keinem Baurisiko. "Und wir können unsere selbst gesetzten Qualitätsstandards durchziehen." Allerdings bedinge diese Form der Akquise keineswegs weniger Zeitdruck, weil der seit 2015 von Bad Dürrheim aus agierende Bauprojektentwickler komplett in die Vorfinanzierung geht.

Der Termin im vergangenen April sei ein Versuchsballon gewesen, räumt Repp ein. Das Interesse von Kaufinteressenten sei durchaus gut gewesen. Das Rätselraten in der Bevölkerung bezüglich der langen Bauzeit pflanzte sich in den vergangen Monaten bis ins Rathaus fort.

"Es gab vereinzelte Anfragen, die von der Stadt an den privaten Bauinvestoren verwiesen wurden", antwortet Stadtsprecherin Beatrix Grüninger auf eine Anfrage. Der Antrag, die bisherige Freifläche zu bebauen, sei im Sommer 2016 eingereicht worden, mit dem Bau begonnen wurde im Frühjahr 2017.

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