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Donaueschingen Das Bregwehr bei Allmendshofen hat für viele geschafft

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Die etwa 30 Teilnehmer der Führung mit Veronika Keller aus Stühlingen (inks). Foto: Ketterer Foto: Schwarzwälder Bote

Donaueschingen. Beim Tag des Denkmals, getragen vom Baarverein und den Schwarzwaldvereinen Stühlingen und Bonndorf, war für gut 30 Teilnehmer der Treffpunkt am 100-jährigen Bregwehr bei Allmendshofen. Dort entstand bereits 1780 ein hölzernes Bregwehr, was Bregwasser der Grasselli-Tabakmühle zuleitete.

Diesen Weg des Bregseitenkanals nahmen die Teilnehmer der Veranstaltung, die initiiert wurde von der Stühlinger Kulturführerin Veronika Keller, um von Hubert Mauz die vier Gebäude und energetischen Anlagen an diesem künstlichen Wasserlauf erklärt zu bekommen.

Bereits das aus Eisenbeton und Buntsandstein aus dem Wolterdinger Hallenberg gebaute Wehr verblüffte. Dass der Paulinenweiher, im Volksmund der "Runde Weiher" , der einzige Parkweiher ist, der nicht von den Karstquellen erwärmt wird, weil er einen Bregzulauf hat, wurde erklärt. Natürlich durfte die Erklärung nicht fehlen, warum an der nächsten Station der Savoyarde Graselli ausgerechnet auf der rauen Baar eine Tabakmühle errichetete.

Die zweite Energiestation war das FF-Maschinenhaus, auch FF-E-Werk genannt. Es kann eine reiche industriehistorische und wichtige Elektrizitätsgeschichte erzählen. Denn von hier aus ging für Donaueschingen im wahrsten Sinne des Wortes das Licht an – gespeist aus Strom vom FF- Kraftwerk Stallegg.

Dass Kälte auch Energie sein kann, war der eigentliche Zweck der Freiluftvortragswanderung. Den Zuhörern wurden die gesamte Geschichte, die Bautechnik, die Eisernte, die Energietechnik und die ökonomischen und sogar ökologischen Aspekte dieses bundesweit einzigartigen Unikates erläutert.

Dass diese naturnahe Kälte-Energiegewinnung gerade wieder in Nordamerika eine Wiedergeburt erfährt, erstaunte die Anwesenden genauso wie der wirtschaftliche "Warenwert", der heute noch in der Gesamtanlage stecken könnte.

Die vierte Energiestation der Gruppe war dann das Badhaus. Denn auch diese Anlage lebte vom Bregwehr, dem Bregseitenkanal und der darin schlummernden Wasserenergie. Sie ermöglichte nämlich, Wasser zum Befüllen der 14 Badewannen im Badhaus aus dem "Wasserschloss", dem Wasserreservoir im Speicher, mit gleichmäßigem Druck und aufgekocht in der Badküche in die Wannen fließen zu lassen. Denn am Ende des Schwimmbeckens war ein unterschlächtiges Wasserrad, das zwei Holzkolbenpumpen betrieb, die eine bescheidene Wassermenge ins "Wasserschloss" schöpften.

Dass auch der Fischweiher vor dem Fischhaus und das Hälterbecken im Fischhaus, der Fischmetzg, vom Bregseitenkanal lebte, rundete die Erzählungen ab.

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