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Donaueschingen Chris Kühn rät zu Genossenschaft

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Chris Kühn (Dritter von links), Gemeinderätin Annie Bronner (Mitte) und Christian Kaiser (hinten) sowie weitere Interessenten ließen sich vom Verwaltungsbeirat des ehemaligen Lazaretts Mark Sailer sowie dem Bewohner und Sprachschulleiter Johannes Schwab die Besonderheiten des "Lazaretts" erläutern. Foto: Ott Foto: Schwarzwälder Bote

Donaueschingen. Beim Stadtspaziergang mit dem Bundestagsabgeordneten und bau- und wohnungspolitischen Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, Chris Kühn, wurden unter der Führung der Donaueschinger Gemeinderäte Annie Bronner und Christian Kaiser mehrere Haltepunkte eingelegt.

Beim ehemaligen Lazarett, einem der ersten Konversionsgelände von Donaueschingen, konnten mit Verwaltungsbeirat Mark Sailer und Bewohner Johannes Schwab zahlreiche Informationen zur Situation von großen Wohnungseigentümergemeinschaften ausgetauscht werden. Chris Kühn konnte in Aussicht stellen, dass beim WEG-Recht aktuell eine Novelle erarbeitet wird. Verwalter sollen einerseits gestärkt werden, andererseits mit einem Sachkundenachweis die nötige Qualifikation vorweisen. Dringend notwendig wird auch in Donaueschingen die Absenkung der nötigen Stimmenanzahl in der Eigentümerversammlung angesehen, sodass bauliche Veränderungen und Sanierungen besser vorangebracht werden können. Alternativ wäre bei der Gründung einer solchen Wohngemeinschaft eine Genossenschaft empfehlenswert, denn diese habe das Gesamtinteresse besser im Blick, so Kühn bei dem Treffen.

Mark Sailer und Johannes Schwab sind beim Lazarett nach wie vor begeistert davon, dass dort eine kleinteilige Durchmischung von Wohnen und Gewerbe möglich ist. Neue Arbeitsmodelle wie Homeoffice nehmen eher zu als ab, dabei sei es entscheidend, dass es sich um nicht störendes Gewerbe handele, denn Lärm und andere Emissionen seien in Wohngebieten natürlich störend.

Eine weitere Station des Stadtspaziergangs war das Mehrgenerationenhaus. Dort empfingen die Leiterin Martina Ott sowie die Ehrenamtlichen Viola Kaesmacher und Elisabeth Blaurock die Gruppe. Ott schilderte die Herausforderungen für sie als 60-Prozent-Kraft und die Situation mit Vierjahresförderungen. Als Herzstück bezeichnete sie den offenen Treff, der dreimal die Woche mit einem günstigen Mittagstisch, aber ohne Konsumzwang stattfindet. In den Räumlichkeiten können WLAN und Zeitungen kostenlos genutzt werden, das Angebot richtet sich an alle Generationen. Hinzu kommen Selbsthilfegruppen, Renten- und Elternberatung, Krabbel- und Stillgruppe, Strickcafé, Mundarttreff und der wöchentliche Tafelladen. Viola Kaesmacher bietet einen Schreibservice an, vereinzelt finden Vorträge statt. Chris Kühn konnte berichten, dass im Bundestag alle Fraktionen die großartige Leistung der 540 Mehrgenerationenhäuser in ganz Deutschland sehen und in weiten Bereichen der Wille dafür da ist, das Programm fortzuführen und den Förderzeitraum möglicherweise auch auf sechs Jahre auszudehnen.

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