44.000 Besucher hat das CHI in diesem Jahr angelockt. Foto: Müller

Fürst Joachim zu Fürstenberg Gedächtnisturnier bietet Pferdesport vom Feinsten. Auch Rahmenprogramm überzeugt.

Donaueschingen - Vier Tage Pferdesport, vier Tage wurde der Schlosspark zum Treffpunkt und vier Tage lang drehte sich alles ums Reitturnier.

Viel Tradition wurde gepflegt, doch überall war auch schon die Vorfreude auf die Europameisterschaften 2019 zu spüren.

Gastronomie:

Die Narrenzunft Frohsinn ist schon seit drei Jahren nicht mehr beim Reitturnier und mit der DJK Donaueschingen hat sich nun der letzte Verein vom Reitturnier zurückgezogen. Zwar haben die Allmendshofener Kicker freiwillig verzichtet, schließlich müssen sie mit ihrem Clubheim ein Großprojekt stemmen, doch wo sind neben den Kummerländers, die den VIP-Bereich kulinarisch versorgen, eigentlich die lokalen Vertreter? "Natürlich haben wir viele dabei, die uns das ganze Jahr begleiten", sagt Turnierchef Kaspar Funke. Doch regionale Teilnehmer wären durchaus willkommen. "Wir hatten speziell in der Gastronomie in diesem Jahr ein verstärktes Interesse, als die Bewerbungszeit schon abgelaufen war." Doch gerade im Hinblick auf die Europameisterschaft im Fahren soll die Gastronomie gestärkt werden. Da spreche nichts gegen Stände aus der Region.

Besucherzahlen:

Rund 44.000 Besucher konnte Funke zum Ende des Turniers vermelden. "Wir hatten ja gleich am Donnerstag ganz andere Zahlen als im Vorjahr. Die Vielseitigkeit werden wir auf jeden Fall fortsetzen", so der Turnierchef. Gut besucht war nicht nur die spektakuläre Marathonfahrt der Gespanne, auch im Springstadion und in der Dressurarena herrschte dichter Andrang. "Ich kann mich nicht erinnern, je eine so gut gefüllte Dressurarena gesehen zu haben – zumindest seitdem wir hier verantwortlich für die Organisation sind", so der Turnierchef.

Zustand des Geländes:

Der Zustand der Wiesen nach dem Reitturnier war schon Anlass für Unstimmigkeit zwischen dem Fürstenhaus und Escon. Doch in diesem Jahr soll es nicht so weit kommen. "Die Wiesen waren nicht so stark beansprucht", erklärt Funke. Noch in dieser Woche wird es eine Begehung mit der Stadt geben. Dann sollen "schnellstmöglich" Schäden ausgebessert werden – "sofern das überhaupt nötig ist".

Ausblick:

Nächstes Jahr findet das Reitturnier nicht wie gewohnt im September statt, sondern am dritten Augustwochenende. Der Grund: Donaueschingen ist Sichtungsturnier für die Weltreiterspiele, die im September in den USA stattfinden. Doch dass der Termin mitten in den Sommerferien liegt, ist für Funke kein Problem. "Wir werden ein positives Zuschauerproblem bekommen", sagt er. Schon jetzt hätten Schweizer ganze Hotels reserviert. Der Kartenverkauf soll denn noch in diesem Jahr starten. Klar, die Veranstaltung liegt in der Urlaubszeit. "Das ist doch optimal, die Kinder haben frei und so können die Familien das ganze Reitturnier genießen. Auch 2019 wird das Reitturnier im August stattfinden, denn die Europameisterschaft im Fahren muss sich in den großen Reiter-Kalender einfügen. "Dauerhaft soll das aber nicht werden", sagt Funke.

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