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Donaueschingen Bundespräsident kommt zu Regionalgespräch

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (hier bei einem Gottesdienst in der Leipziger Nikolaikirche) wird im Frühjahr 2020 bei den Donaueschinger Regionalgesprächen in den Donauhallen sprechen. Foto: Willnow

Donaueschingen - Die Regionalgespräche in Donaueschingen haben mittlerweile eine große Tradition. Schon mehrfach ist es gelungen, renommierte Redner aus der Politik in die Stadt an der Donauquelle zu holen.

Besonders stolz ist man im Rathaus allerdings auf die kommende Auflage der Gespräche. Die soll im Frühjahr 2020 stattfinden und keinen Geringeren herholen, als Frank-Walter Steinmeier, Deutschlands Bundespräsident.

"Es ist uns eine große Freude, so etwas hinzubekommen", freut sich Oberbürgermeister Erik Pauly über Steinmeiers Zusage. "Es ist eine Riesenfreude für die Stadt und ein Alleinstellungsmerkmal in der Region."

Hochkarätige Teilnehmer

In der Tradition der Veranstaltungsreihe seien zwar immer hochkarätige Teilnehmer, letztmals im Februar 2017 etwa Bundesminister Peter Altmeier. Dennoch habe man es beim Präsidenten erst mal einfach nur versuchen wollen: "Eigentlich haben wir mit einer Absage gerechnet. Für den Präsidenten muss so etwas in den Gesamtplan passen. Und der wird einen langen Zeitraum im Vorfeld bereits geplant", so Pauly. Daher habe man bereits 2017 die Anfrage an das Bundespräsidialamt gestellt. Was auch ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Zusage gewesen sei: das Engagement des ehemaligen Donaueschinger Oberbürgermeisters, Thorsten Frei, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

"Donaueschingen als Kulturzentrum, die Tradition der Regionalgespräche und schließlich aber auch die hochwertigen Kontakte sind nicht ganz unschuldig für die Entscheidung. Das sind viele positive Punkte", so Pauly.

"Der Bundespräsident passt nach Donaueschingen", sagt Thorsten Frei. Immerhin handle es sich nicht um irgendeine Stadt, sondern jene am Beginn der Donau, einem großen Kulturraum, der "Ost und West in besonderem Maße verbindet", sagt Frei. Für die Stadt sei es eine tolle Sache, allerdings auch eine Herausforderung. Jetzt befinde man sich in Gesprächen mit dem Präsidenten, wie die Regionalgespräche so ausgestaltet werden können, dass auch die Region entsprechend Einzug hält, ebenso wie junge Bürger. Die Veranstaltung wolle Steinmeier schließlich auch eher in einer Dialogform sehen. Schon zuvor war ein Bundespräsident zu Besuch in Donaueschingen. 1997 war Roman Herzog als Besucher bei den Regionalgesprächen vor Ort. Zu viel reden habe er damals als reiner Gast allerdings nicht wollen. Vom damaligen Stadtoberhaupt Bernhard Everke das Mikrofon vorgehalten, äußerte er sich lediglich kurz: "Ich möchte nur sagen, dass ich nichts sagen möchte."

Vorbereitende Gespräche

In Vorbereitungsgesprächen habe man einige Besonderheiten herausgearbeitet, die Frank-Walter Steinmeier interessieren: "Die internationale Dimension der Region, die eine der wirtschaftsstärksten in ganz Deutschland ist. Vor allem, wie sie durch traditionelle Familien-Unternehmen geprägt wurde", erklärt Frei.

Einen genauen Termin für die Veranstaltung werde man noch abstimmen müssen, allerdings fällt die Planung bereits grob auf das Frühjahr 2020. Dann wird mit Steinmeier ein weiterer hochkarätiger Redner die imposante Liste an Vorgängern ergänzen.

Das Format: Die Regionalgespräche haben in Donaueschingen mittlerweile eine lange Tradition. Unter dem damaligen Oberbürgermeister Bernhard Everke wurden sie 1974 ins Leben gerufen. Damals zu Besuch: Wirtschaftsstaatssekretär Martin Grüner.

Die Gäste: Die Prominenz, die zum Regionalgespräch eingeladen wurde, kann sich sehen lassen: Johannes Rau oder Klaus Töpfer, Rita Süssmuth, Heinz Dürr, Dresdner-Bank-Chef Friderichs, Graf Lambsdorff und 2010 Sigmar Gabriel waren alle schon als Redner zu Gast in Donaueschingen. Unbestrittener Höhepunkt war 1997 die Teilnahme von Bundespräsident Roman Herzog. Gastredner war damals der Sozialwissenschaftler Meinhard Miegel.

2017: Das bisher letzte Regionalgespräch fand im Februar 2017 mit Peter Altmeier statt. Damals Chef des Bundeskanzleramts, Bundesminister für besondere Aufgaben, enger Ratgeber der Bundeskanzlerin und immer dort, wo alle Fäden zusammenlaufen. Altmeier lieferte einen Bericht aus Berlin, eine Analyse der Welt, einen Ausflug in die Geschichte und eine Erklärung der Globalisierung.

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