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Donaueschingen Biber legen Kneipp-Becken lahm

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Auch hier war der Biber aktiv. links ein fachgerecht gefällter Baum. Foto: Rademacher

Donaueschingen-Hubertshofen - Idyllisch am Waldrand an der Straße nach Mistelbrunn liegt die Hubertshofener Wassertretstelle. Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1991 wurde sie von den Hubertshofenern gepflegt und intensiv genutzt. Doch heute gibt einst das so beliebte Kneipp-Becken einen traurigen Anblick ab. Denn das Kessler-Bächle, das die Anlage speiste, liefert seit geraumer Zeit nicht mehr die benötigte Menge an Wasser.

Bach staut sich an neuem Biberdamm

Das wenige Wasser, das noch kommt, führt jede Menge Schlamm mit sich. Eine der Ursachen ist die anhaltende Trockenheit im Sommer. Es ist von Grund auf zu wenig Wasser da. Eine zweite Ursache ist inzwischen behoben. Durch eine undichte Stelle im Mistelbrunner Weiher war eine große Menge Wasser Richtung Unterbränd abgeflossen statt den Weg über den Mühlengraben ins Kesslerbächle zu nehmen. Weiteres Wasser war durch Scheifwege im Forst versickert, auch hier hat man nachgebessert. Gegen die dritte Ursache indes kämpft man vergebens. Im gesamten Gebiet haben sich Biber angesiedelt, zunächst im Sangenweiher in Hubertshofen. Nachdem dieser vorübergehend trocken gelegt wurde, wanderten die Biber weiter nach oben Richtung Mistelbrunn, erst ins Absetzbecken der Wassertretstelle, dann weiter. Immer wieder werden in Absprache mit der Biberbeautragten Bettina Sättele Dämme geöffnet. Und nur wenige hundert Meter oberhalb wird das ganze Problem offensichtlich. Das Bächle wurde aufgebaggert, hier läuft Wasser, doch kurz danach staut sich der Bach an einem neuen Biberdamm.

Auch der Einbau eines Rohrs zur Weiterleitung des Wassers scheiterte. Folgt man dem Bachlauf, findet man weitere Dämme. Statt seinen ursprünglichen Weg zu gehen, verteilt sich das Wasser teilweise im Wald. Bis vor zehn Jahren sei alles gut gewesen, sagt Revierförster Hans-Peter Fesenmeyer: "Der Biber wird durch den starken Schutz zur Plage". Er vermehre sich und habe keine Feinde, die Winter seien auch nicht mehr so streng. Dabei bangt er um einen Waldabschnitt mit 30 Jahre alten Weißtannen. "Entweder werden die Bäume vom Biber gefällt oder ertrinken im angestauten Wasser." Man komme nicht mehr dagegen an.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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