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Donaueschingen Bewusster Konsum auf fairer Basis

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Uwe Kaminski mit einer Tasse Fairtrade-Kaffee vor dem Donaueschinger Weltladen. Der ehrenamtlich betriebene Laden an der Max-Egon-Straße kooperiert eng mit der Steuerungsgruppe "Fairtrade-Stadt". Foto: Göbel

Donaueschingen - Seit 31. Juli darf sich Donaueschingen "Fairtrade-Stadt" nennen. Um die dazugehörige Initiative ist es in den vergangenen Monaten coronabedingt eher ruhig geworden.

Genug zu tun hatte die Steuerungsgruppe aber dennoch. Ein Ergebnis dieser Arbeit ist die Beteiligung an der "Fairen Woche", die vom Netzwerk Forum Fairer Handel jedes Jahr bundesweit ausgerufen wird.

Der Aktionszeitraum erstreckt sich dieses Jahr vom 11. bis 25. September. Das Ziel: Der Titel "Fairtrade-Stadt" soll nicht nur Urkunden zieren, sondern von Bürgern, Handel und Gewerbe gelebt werden. Bisher habe die Aktion viele Partner gewinnen können, sagt Uwe Kaminski, Sprecher der Steuerungsgruppe.

Zahlreiche Kooperationen

Neben Gastronomie, Verwaltung und Handel sind auch Vereine mit im Boot, wie das Reparaturcafé, aber auch Schulen, darunter die Realschule, an der beispielsweise ein "Fair-o-mat" installiert wurde, an dem fair gehandelte Snacks gekauft werden können.

Wie veranstaltet man eine Faire Woche, wenn eine Pandemie vielen Aktionen schon im Vorfeld einen Strich durch die Rechnung macht? Ein "faires Frühstück", wie es in vielen Fairtrade-Städten bislang schon regelmäßig gab, scheitert an den Vorgaben der Landesregierung. "Natürlich muss alles Corona-konform ablaufen", sagt Uwe Kaminski. So sei man auf die Idee gekommen, eine "faire Stadtrallye" (siehe Infokasten) zu veranstalten.

An der "fairen Woche" beteiligt sich auch der Weltladen in Kooperation mit dem Kommunalen Kino Guckloch: Am Mittwoch, 23. September, läuft um 20 Uhr im Cinema der Film "Decolonize Chocolate" ("Entkolonialisiert Schokolade") mit Eintritt auf Spendenbasis. Die Dokumentation zeigt die Entstehung der Schokoladenfabrik Fairafric in Ghana, wo auf Produktion vor Ort anstatt auf reinen Kakaobohnen-Export gesetzt wird.

Einkaufsgutscheine zu gewinnen

"Mit dem Weltladen arbeiten wir generell eng zusammen", sagt Uwe Kaminski, haben sich die rein ehrenamtlichen Helferinnen dort doch schon seit Langem dem Handel mit fairen Waren verschrieben. Für den Grünen-Stadtrat, dessen Frau ebenfalls zum Helferkreis des Weltladens gehört, war es keine Frage, sich auch in der Steuerungsgruppe zu engagieren. "Ich fand Ausbeutung und Ungerechtigkeit schon als Kind schlimm", erinnert er sich. Mit dem Kauf fair gehandelter Waren könne jeder dazu beitragen, dass Produzenten vor Ort ihre eigenen Familien gut ernähren können.

Dass Fairtrade-Initiativen auch Kritiker haben, ist dem 60-Jährigen bewusst. So wurde vor einiger Zeit etwa Kritik laut, dass nur besser gestellte Bauern, beispielsweise in Afrika, überhaupt die Chance hätten, sich zertifizieren zu lassen. "Vielleicht wurden in der Vergangenheit auch Fehler gemacht", sagt Kaminski. Sicherheit gebe ihm unter anderem die Tatsache, dass die deutsche Fairtrade-Bewegung den Produzenten Mitspracherecht einräume. "Das lässt mich insgesamt an die gute Sache glauben."

Im Rahmen der "Fairen Woche" veranstaltet die Steuerungsgruppe eine "Faire Stadtrallye". Wer bis 25. September fair gehandelte Waren in einem teilnehmenden Donaueschinger Geschäft kauft oder in der Gastronomie genießt, bewahrt den Beleg auf. Sobald zehn Belege beisammen sind, können sie bis 25. September, 12 Uhr, im Weltladen in der Max-Egon-Straße abgegeben werden. Zu gewinnen gibt es Einkaufsgutscheine vom Weltladen. Weitere Informationen werden auf der städtischen Website unter www.donaueschingen.de geboten.

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