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Donaueschingen Asbestfund bei Renaturierung von Donauursprung

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Donaueschingen - Bei den Vorarbeiten für die Neugestaltung des Donau-Zusammenflusses kommt beim Richten des Areals eine bisher nicht bekannte Asbestbelastung ins Spiel.

Dieser Tage präsentiert sich schon das ehemals von Bäumen gesäumte Gelände der Hundesportfreude weitgehend gerodet. Sowohl der Gebäudetrakt des Kreistierheims, als auch ein Wohnhaus und das Vereinsgebäude der Hundesportler werden momentan entkernt. Für Metall und Holz hat die beauftragte Firma Bantle Entsorgungen und Rückbau Container aufgestellt, andere Materialien werden in Schutzanzügen abgebaut und in verschnürten Säcken auf dem Gelände gelagert.

Asbest, ein mutmaßlich Krebs auslösendes Material, ist sowohl in den Fundamentbereichen der Zwinger festgesellt worden, wie auch im Dach und dem Bodenbelag des Hundefreunde-Domizils. "Nächste Woche kommt der Bagger. Dann beginnt der Abriss", sagte Polier Rolf Krattenmacher. Mit sechs Kollegen ist er derzeit auf dem Areal beschäftigt. Die Asbestbelastung sei der Stadt nicht bekannt gewesen, sagte Stadt-Sprecherin Beatrix Grüninger auf Anfrage. Nähere Angaben konnten weder die Stadt noch das Regierungspräsidium machen.

Die Neugestaltung des Donauursprungs dient laut RP-Sprecher Matthias Henrich dazu, die durch den Ausbau der Gewässer zerstörten ökologischen sowie Gewässerstrukturen wiederherzustellen. Durch die Maßnahme werde der Ursprung des zweitlängsten europäischen Flusses nicht nur für die Gewässerorganismen und Fische lebenswert, sondern auch für die Menschen wieder erlebbar.

Zentrum der Renaturierungs-Maßnahme wird der künftige Mündungsbereich und der Beginn der Donau etwa 300 Meter oberhalb des heutigen Zusammenflusses sein. Um einer dynamischen Flusslandschaft Entwicklungsmöglickeiten zu geben, wird das Gelände, auf dem sich die bereits leerstehenden Anlagen des ehemaligen Kreis­tierheimes und des Hundesportvereins befinden, abgetragen. Dadurch soll ein naturnahes Mündungsdelta entstehen, in dem sich die Gewässer selbst­ständig entwickeln.

Derzeit läuft zwar das wasserrechtliche Genehmigungsverfahren beim Landratsamt Schwarzwald–Baar-Kreis. Parallel läuft aber bereits die Vorbereitung des Baufelds. Nicht nur die Gebäude werden zurückgebaut. Zudem mussten Gehölze und Bäume im Bereich des zukünftigen Zusammenflusses gerodet werden.

Naturschutz hat Vorrang

Der Eingriff werde selbstverständlich auf das erfor­derliche Minimum beschränkt, betonte der RP-Sprecher. Die Bäume würden für den Einbau als Strukturele­mente im Gewässer im kommenden Jahr vorgehalten.

Dabei hat die Stadt mit der Maßnahme einiges vor. Grundsätzlich, so Grüninger, habe der Renaturierungsaspekt Vorrang und werde als solcher gefördert. Das heißt, dass die Naturschutzbelange Vorrang vor den touristischen Belangen haben. Dennoch habe die Stadt bereits einiges in Bewegung bringen können. Derzeit arbeitet das Amt Tourismus und Marketing Ideen und Konzepte aus.

In Abstimmung mit dem Hochbauamt werden zu gegebener Zeit die Möglichkeiten dann mit dem Regierungspräsidium abgeklärt und dem Gemeinderat vorgelegt.

Von der wasserrechtlichen Genehmigung hängt in der Folge ab, was möglich ist. Vorgesehen ist, dass ein zentraler Bereich des Zusammenflusses über Wege und Stege begehbar und erlebbar sein soll. Von verschiedenen Stellen innerhalb der Wegeführung aus soll die Möglichkeit bestehen, den Zusammenfluss aus unterschiedlichen Perspektiven zu entdecken.

Zusammenfluss erlebbar

"Es wird also eben doch nicht nur eine Renaturierung, vielmehr soll der Donauursprung erlebbar gemacht werden und somit auch für Bürger und Touristen attraktiver werden", so die Stadtsprecherin. Neben einem Infopoint mit interaktiven Elementen, begleitenden digitalen Angeboten und einem Erlebnispfad werden weitere Möglichkeiten geprüft. Dies betrifft auch die Aufwertung der Infrastruktur für Radfahrer auf dem unmittelbar angrenzenden Donauradweg, zum Beispiel mit einer Ladestation und Möglichkeiten zur Erfrischung. Auch das Thema Kunst könnte eine Rolle spielen.

Im Vorfeld hatten sich Stadt und Landkreis als Voraussetzung für das Projekt für die Verlegung der Anlagen des Kreistierheimes und des Vereins der Hundefreunde engagiert und hier erhebliche öffentliche Mittel zur Verfügung gestellt. Die Verlagerungen mit entsprechenden Neubauten sind inzwischen realisiert.

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