Unser Bild zeigt die Entnahme von Sohlschalen aus dem Aasener Teil des Übriggrabens. Diese und andere Maßnahmen sind die Fortsetzung eines schon in den 1990er-Jahren begonnen Projekts.Foto: Umweltbüro Foto: Schwarzwälder Bote

Umwelt: Biotopvernetzung am Übriggraben in Heidenhofen/ Städtisches Ökokonto mit Punkten gefüllt

Donaueschingen-Aasen/Heidenhofen. Am Übrigraben bei Aasen/Heidenhofen ließ die Stadt Donaueschingen kürzlich Betonsohlschalen entfernen und den Bachlauf auf eine Strecke von 1,2 Kilometern naturnäher gestalten.

Projekt bereits in den 1990er-Jahren begonnen

Die Maßnahme ist die Fortsetzung eines schon in den 1990er-Jahren begonnen Projekts und füllt das städtische Ökokonto mit Ökopunkten – so eine Pressemitteilung des Umweltbüros Donaueschingen.

Flachere und tiefere Bereiche im Bach

Entlang des Grabens wurden durch das beauftragte Unternehmen Müller aus Unterbaldingen Gehölze gepflanzt. Im Bach selber wurden an zahlreichen Stellen Strukturhilfen eingebaut: So sollen Baumstubben und nebeneinander stehende Rundhölzer den Bach dabei unterstützen, sich aus seinem begradigten Bett zu befreien und flachere und tiefere Bereiche zu entwickeln.

Die Maßnahme trägt zur Förderung der Artenvielfalt bei, da die unterschiedlichsten Tierarten auf die verschiedenen Lebensräume im Bachbett angewiesen sind.

Mit dem Ergebnis der durchgeführten Maßnahmen zeigte sich die Sachbearbeiterin für Gewässer des Umweltbüros, Stefany Lambotte, sehr zufrieden: "Der Übriggraben wird sich zu einem Naturparadies entwickeln. Der erste sichtbare Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Bereits zum Ende der Baumaßnahmen ließen sich zwei Falken auf den frisch gepflanzten Bäumen nieder."

Begleitend wurden in Bachnähe mehrere Tümpel angelegt. Die aktuell durchgeführten Arbeiten sind Teil eines Maßnahmenbündels: Ab 2021 dürfen sich auch die stadteigenen Wiesen- und Wegeflächen entlang des Übriggrabens auf Heidenhofener Gemarkung naturnäher entwickeln: Die Landwirte werden die Wiesen künftig seltener mähen und weniger düngen.

Auf Anregung des Ortschaftsrates

Zustande gekommen ist das Projekt auf Anregung des Ortschaftsrates Heidenhofen. Mit dem Vorschlag zur naturnahen Entwicklung gemeindeeigener Flächen am Übriggraben wandte sich Ortsvorsteher Rainer Merkle an das Umweltbüro Donaueschingen.

Bei dieser Gelegenheit ergab sich passenderweise die Chance, auch den Übriggraben auf Aasener Gebiet mit einzubeziehen.