Fahranfänger gerät in Gegenverkehr und stößt frontal mit Lkw zusammen. Bruder stirbt im Krankenhaus.
Donaueschingen - Ein 16-Jähriger ist auf der Bundesstraße 27 in Donaueschingen wenige Stunden nach einem Verkehrsunfall an seinen Verletzungen gestorben.
Am Steuer saß am Donnerstagabend sein 17-jähriger Bruder, der bereits seinen Führerschein ihm Rahmen des Begleitenden Fahrens hatte. Die Mutter saß ordnungsgemäß als Begleitperson neben ihm, wie die Polizei am Freitag mitteilte.
Ein Bild des Schreckens für die Ersthelfer auf der B 27 kurz nach der Brücke über die Bahngleise in Höhe des Klärwerks: Eine schwere Oberklasselimousine mit Freiburger Kennzeichen hatte sich regelrecht in einen Lastwagen gebohrt.
Bei dem Unfall, der sich nach Angaben von Zeugen gegen 19.45 Uhr ereignete, war offensichtlich überraschend ein 17-jähriger Fahranfänger aus Richtung Donaueschingen auf die Gegenfahrbahn geraten, und dort mit einem holländischen Blumentransporter kollidiert.
Über zwei Stunden kämpften die insgesamt 39 Rettungskräfte – darunter die Feuerwehren Hüfingen (vier Mann) und Donaueschingen (15) sowie das DRK aus Blumberg, Donaueschingen, Neustadt, Villingen-Schwenningen und zwei Hubschrauberbesatzungen – vor Ort, um den Fahrer mit schwerem Gerät aus dem Blech zu schneiden und zu stabilisieren.
Die 38-jährige Beifahrerin und Mutter wurde ebenfalls verletzt, die achtjährige Tochter auf dem Rücksitz lebensgefährlich. Der 16-jährige Bruder des Fahranfänger, der ebenfalls auf dem Rücksitz saß, erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Der 29-jährige Fahrer des Lastzugs erlitt ein Schädeltrauma.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde an der schweren Sattelzugmaschine die Vorderachse teilweise weggerissen, an dem Personenwagen wurden Motorraum sowie Fahrerseite komplett zerfetzt.
Die Bundesstraße blieb bis in die Nachtstunden hinein für den Verkehr gesperrt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Polizeiangaben zufolge ist dies bereits der sechste Unfalltote im Schwarzwald-Baar-Kreis in diesem Jahr.