Stormy Daniels im Jahr 2018: 2006 soll der frühere US-Präsident Donald Trump eine sexuelle Affäre mit ihr gehabt haben. Foto: Ringo H.W. Chiu/FR170512 AP/dpa

Stormy Daniels stand im Zentrum des Schweigegeld-Prozesses gegen Ex-Präsident Trump. Die Pornodarstellerin sei erleichtert, dass es nun vorüber sei, sagt ihr Anwalt.

Die US-Pornodarstellerin und – Regisseurin Stormy Daniels – die mit bürgerlichem Namen Stephanie Gregory Clifford heißt – hat nach Angaben ihres Anwalts sehr emotional auf den Schuldspruch für den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in dem Schweigegeld-Prozess reagiert. Seine Mandantin sei erleichtert, dass der Fall nun vorbei sei, sagte Jurist Clark Brewster am Donnerstagabend (30. Mai, Ortszeit) US-Medien.

Geschworene machen sich Notizen, während Stormy Daniels am 7. Mai vor dem Strafgericht in Manhattan aussagt. Foto: AP/Elizabeth Williams/dpa
Auf dieser Gerichtszeichnung vom 9. Mai sagt Stormy Daniels im Zeugenstand aus, während ein Werbebild für eine ihrer Shows, das ein Bild von Trump zeigt, auf Monitoren in einem Strafgericht in Manhattan angezeigt wird. Foto: Foto: Elizabeth Williams/AP/dpa
Stormy Daniels bei ihrer Aussage am 7. Mai in New York. Foto: AP/Elizabeth Williams/dpa

Anwalt: „Kein Mensch steht über dem Gesetz“

Für die 45-Jährige sei das Urteil auch deshalb „wirklich emotional“ gewesen. Brewster selbst sagte zu dem Schuldspruch: „Kein Mensch steht über dem Gesetz, und der selbstlose, fleißige Einsatz jedes einzelnen Geschworenen sollte respektiert und gewürdigt werden.“

Sex in Hotel-Suite am Lake Tahoe: Trump sagt „No“

Donald Trump während des Prozesses in Manhattan. Foto: Imago/UPI Photo
Diese Gerichtszeichnung vom 13. Mai zeigt, wie der ehemalige US-Präsident Donald Trump auf eine Aussage von Michael Cohen zu der Geschichte mit Stormy Daniels reagiert. Foto: Elizabeth Williams/FR142054 AP/dpa

In dem Prozess war Trump vorgeworfen worden, er habe seine Aussichten auf einen Erfolg bei der Präsidentenwahl 2016 durch die Zahlung von 130 000 Dollar Schweigegeld an Stormy Daniels verbessern wollen und den Geldfluss anschließend unrechtmäßig verbucht.

Daniels hatte in dem Verfahren ausgesagt, sie habe im Jahr 2006 in Trumps Hotel-Suite am Lake Tahoe Sex mit ihm gehabt. Der heute 77-Jährige bestreitet das.

Trump wurde in dem Prozess am Donnerstag in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen. Sein Anwalt kündigte an, Berufung einzulegen.

Der Fall Trump-Daniels

  • Laut einem Bericht des „ Wall Street Journal“ vom 12. Januar 2018 soll Stormy Daniels alias Stephanie Clifford im Jahr 2006, kurz nachdem Melania Trump am 20. März ihren Sohn Barron geboren hatte, eine sexuelle Beziehung mit Donald Trump gehabt haben.
  • Obgleich Trump jegliche Beziehung zu Daniels bestritt, soll Trumps Anwalt Michael Cohen kurz vor der Präsidentschaftswahl am 8. November 2016 mit ihr ein Schweigegeld in Höhe von 130 000 Dollar (120 000 Euro) vereinbart haben, um Veröffentlichungen darüber zu verhindern.
  • Das Weiße Haus ließ dazu mitteilen, dies seien Geschichten, die bereits vor der Wahl entschieden dementiert worden seien.
  • Cohen erklärte am 13. Februar 2018 laut einem Bericht der „New York Times“, er habe 130 000 Dollar aus eigenen Mitteln an Stormy Daniels gezahlt.