Mit einer Wahlbeteiligung von 43,3 Prozent gelang dem Newcomer Dominik Geißler der Sieg in Landau. Das Ergebnis ist insbesondere für die SPD eine bittere Niederlage. Das sind die Ergebnisse der Wahl.
Das Ergebnis stand erst nach der Auszählung des letzten Briefwahlbezirks fest: Dominik Geißler, kommunalpolitischer Newcomer, wird neuer Oberbürgermeister der südpfälzischen Kreisstadt Landau. Nur 16 Stimmen waren es nach 32 von 33 Wahlbezirken, die Geißler gegenüber SPD-Konkurrent Max Ingenthron vorne lag. Am Ende stand es dann doch 50,6 zu 49,4 Prozent, der letzte Briefwahlbezirk gab den Ausschlag im Herzschlagfinale: für Geißler
Musik- und Politikwissenschaftler
Der 57-jährige CDU-Kandidat, der erst spät überhaupt in die Politik einstieg, war ab 2008 in leitenden Funktionen im engsten Mitarbeiterstab von Ex-Wirtschaftsminister Peter Altmaier in Berlin tätig. Der älteste Sohn von CDU-Urgestein Heiner Geißler, ein studierter Musik- und Politikwissenschaftler, verbrachte Teile seiner Jugend in Gleisweiler bei Landau. Dort hatten seine Eltern den Familienwohnsitz. Geboren wurde Geißler Junior 1963 in Stuttgart. 8.094 zu 7.914 Stimmen, so lautete nun das Endergebnis der Stichwahl am Sonntag. Um genau 180 Stimmen lag Dominik Geißler vor dem SPD-Konkurrenten Max Ingenthron. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,3 Prozent.
Niederlage für die SPD
Für den derzeitigen beigeordneten SPD-Bürgermeister – vergleichbar einem Ersten Bürgermeister in Baden-Württemberg – ist es eine bittere Niederlage. Der in Landau verwurzelte Ingenthron, der früher auch SPD-Fraktionschef war, hatte bereits 2015 vergeblich versucht, OB seiner Heimatstadt zu werden. Nach dem ersten Wahlgang am 3.Juli aus dem Rennen geschieden war der grüne Beigeordnete Lukas Hartmann. Die Neuwahl in Landau war notwendig geworden, weil der derzeitige Amtsinhaber Thomas Hirsch (CDU) im kommenden Jahr sein neues Amt als Präsident des Sparkassenverbands Rheinland-Pfalz antreten wird.