Auch für den früheren 08-Torjäger Dominik Emminger ist es am Freitag in Villingen ein „besonderes“ Spiel. Der Bräunlinger tippt auf eine offene Partie.
OBERLIGA Dominik Emminger (28) ist einer der vielen Ex-Nullachter, die heute beim Türk. SV Singen spielen. An diesem Freitag (19 Uhr) wird es besonders spannend, wenn sich beide Mannschaften in der Villinger MS-Technologie Arena gegenüberstehen.
Für Dominik Emminger ist es ein stückweit wieder heimkommen. Wir sprachen mit dem Stürmer wenige Stunden vor dem attraktiven Oberliga-Derby.
Dominik, am vergangenen Sonntag überraschte ihr Team mit dem klaren 5:1-Sieg gegen Reutlingen. Sie selbst erzielten für Singen ihren dritten Saisontreffer. Ihre Mannschaft steht nun auf dem guten neunten Platz. Wie haben Sie das Spiel gesehen?
Wir hatten in der ersten Halbzeit schon einige gute Chancen, liegen aber in der Pause mit 0:1 zurück. Unser 1:1 durch Daniel Niedermann nach 62 Minuten war der Dosenöffner. Danach lief es bei uns sehr gut.
Sie erleben mit Ali Günes bereits den dritten Trainer seit Saisonbeginn. Seit er am neunten Spieltag übernommen hat, ging es nach einem enttäuschenden Saisonstart und dem letzten Platz für ihr Team nur noch bergauf. An welchen Stellschrauben hat Ali Günes denn seit damals alles gedreht?
Wir haben sehr viel im konditionellen Bereich nachgearbeitet. Er hat uns mit seinem großen Erfahrungsschatz exakt aufgezeigt, auf was es im Kern wirklich in den Spielen ankommt. Wir treten nun defensiv kompakter und als Mannschaft viel geschlossener auf als zu Beginn der Saison.
Was war für Sie der Grund, warum es zu Beginn dieser Saison 2025/26 für ihre Mannschaft überhaupt nicht lief?
Wir hatten durch die Relegation nur zwei Wochen Erholungszeit. Außerdem haben wir viele neue Spieler bekommen. Das musste sich alles erst einmal finden.
Sie sind vor knapp einem Jahr in der Winterpause vom FC 08 nach Singen gewechselt. Was waren damals genau die Gründe?
Sportlich war für mich der Sprung in die Regionalliga schon groß. Der Aufwand war damals enorm. Das eine war der sportliche Grund, der andere der berufliche. Ich arbeite in Konstanz. Somit hat für mich das ganze Paket damals für mich mit dem Wechsel gepasst.
Sie fühlen sich sehr wohl bei Türk SV Singen. Was alles macht diesen Verein so positiv aus?
Wir haben ein Team, das sich gut versteht. Alle Menschen, die hier mithelfen, machen ihre Aufgabe mit sehr viel Leidenschaft. Das ist sehr prägnant.
Kommen wir zum Oberliga-Spiel in Villingen. Für Sie ist es schon ein Stück heimkommen, denn Sie haben ja sehr lange für den FC 08 gespielt.
(lacht). Ja, es ist sicherlich für uns alle früheren Nullachter schon ein besonderes Spiel. Aber die Gästekabine werde ich in Villingen schon noch finden.
Mit welchen früheren Spielern beim FC 08 haben Sie denn noch am meisten Konakt?
Eigentlich mit einigen Spielern, aber am meisten mit Samet Yilmaz, der aber ja nicht mehr in Villingen spielt.
Mit was für einem Spielverlauf rechnen Sie am Freitag?
Ich glaube, es wird für die Zuschauer ein gutes und interessantes Oberliga-Spiel. Auch für die Region ist es natürlich super, dass es wieder so ein Derby in der Oberliga gibt. Der große Reiz liegt darin, dass viele Freunde und alte Bekannte aufeinandertreffen. Beide Mannschaften sind momentan gut drauf. Ich rechne mit einer offenen Partie, sehe Villingen aber am Freitag als Favoriten an.