Robbie und die Frauen – der Domäne-Live-Sommer am Dienstag brachte vor allem die weiblichen Fans ins Schwärmen. Foto: Stopper

Robbie Williams live erleben, zumindest fast in echt, das brachte am Dienstag beim Domäne Live Sommer Frauen in eine Stimmung, die Männer nervös machen könnte.

Sie standen eng zusammen vor der Bühne, sangen mit geschlossenen Augen mit, wiegten sich im Takt, schick angezogen und mit einem Gesichtsausdruck, der vollkommenes Glück ausdrückte. Und das nur wegen einem einzigen Mann auf der Bühne.

 

Was hat der, was ich nicht habe? Gut, bei Robbie Williams beantwortet sich diese Frage von selbst. Er kann sich direkt in die Herzen der Frauen reinsingen. Die meisten anderen Männer eben nicht. Aber natürlich stand in Hechingen nicht der echte Robbie auf der Bühne, sondern Daniel Nealey Renner aus Newcastle. Aber mit seiner tollen Stimme, seinem Entertainertalent und der hervorragenden Band machte er den Robbie so echt, dass der Unterschied für die Zuhörer schnell verschwand.

Und was machten die Männer an diesem Abend? Tatsächlich waren viele mit ihren Frauen oder Freundinnen mitgekommen. Aber viele hielten sich vernünftigerweise etwas im Hintergrund, während die Musik lief. Sie fühlten instinktiv: Sich zwischen Robbie und die Frauen stellen, das bringt nix. Vor dem Konzert und in den Pausen kamen ihre Liebsten dann aus dem Traumland wieder gerne zurück zu ihnen. Man trank ein Weinchen oder einen Aperol, genoss die Stimmung.

Gekommen waren die Gäste aus einem weiten Umkreis von Horb über Rottweil, Reutlingen bis rauf nach Stuttgart, wie die Autokennzeichen auf dem voll besetzten Parkplatz zeigten. Über 800 Fans füllten am Ende den Domäne-Innenhof. Die Stimmung: An diesem warmen Sommerabend zutiefst friedlich, emotional, gemeinschaftlich.

Sänger wird stellvertretend angehimmelt

Und wie geht Sänger Daniel Nealey Renner damit um, dass ihn auf der Bühne so viele Frauen anhimmeln, aber doch eigentlich den echten Robbie meinen? „Das ist mein Job“, erzählte er lachend. Fast immer löse er mit seinen Auftritten dieses Glücksgefühl beim Publikum aus, und das strahle auf ihn zurück. Er sei glücklich, als Entertainer auf der Bühne stehen zu dürfen. Das habe er von seiner Großmutter geerbt. Die war World-Champion im Roller-Skating, liebte den öffentlichen Auftritt. „Von ihr habe ich das vermutlich“, sagt er.

Der Domäne-Live-Sommer geht mit folgenden Tribute-Konzerten weiter. Am Donnerstag, 21. August, mit ZZ-Top, am Freitag mit Bluesbrothers, am Samstag mit Meat Loaf. Nächste Woche am Dienstag erklingen Simon and Garfunkel, am Mittwoch die Scorpions, am Donnerstag Bon Jovi, am Freitag Tina Turner und am Samstag zum Abschluss Coldplay und Brian Adams.